Weiterhin Corona-Testungen im Werra-Meißner-Kreis

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Coronavirus

In medizinisch oder epidemiologisch relevanten Fällen wird im Landkreis weiter bei Corona-Verdacht getestet.

Werra-Meißner.  Dr. Rainer Wallmann, Erster Kreisbeigeordneter  des Werra-Meißner-Kreises, informiert in einer Erklärung:

„In unserer Pressemitteilung von gestern Abend steht missverständlicherweise, dass wir im Kreis keine Corona-Tests mehr durchführen würden. Dies ist so nicht richtig. Selbstverständlich führen wir in medizinisch bzw. epidemiologisch relevanten Fällen noch Tests durch. Allerdings sind die zur Verfügung stehenden Ressourcen bzw. Abstrichröhrchen und Laborkapazitäten mittlerweile so begrenzt, dass wir uns auf die wesentlichen Fälle begrenzen müssen."

„Selbstverständlich werden auch bei uns weiterhin Corona-Tests durchgeführt. Die entstandene Gerüchteküche und daraus resultierende Falschmeldung wird ausdrücklich hiermit korrigiert. Alle medizinisch und epidemiologisch relevanten Fälle werden auch weiterhin getestet. Auch im Werra-Meißner wird sich streng an die Richtlinien des Robert-Koch-Institutes (RKI) gehalten. Daher sollten alle Verunsicherungen hiermit aufgelöst werden. Wichtig ist, dass sich die Menschen an die Vorgaben halten und die Sozialkontakte auf ein Minimum herunterfahren, um die Verbreitung der Corona-Pandemie einzudämmen bzw. die Infektionsketten zu durchbrechen und zu minimieren“, so Landrat und Erster Kreisbeigeordneter.

Pressemitteilung vom 16. März:

Landrat Reuß und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Wallmann stellen zur Ausbreitung des Coronavirus folgendes fest: „Wir befinden uns durch die Verbreitung des Coronavirus (COVID-19) in Deutschland derzeit in einer Ausnahmesituation, die uns allen sehr viel abverlangt und auch noch abverlangen wird. Die Gesundheitsversorgung im Werra-Meißner-Kreis ist derzeit gesichert. Wir müssen uns jetzt der neuen Lage anpassen, um die Gesundheitsversorgung auch beim Anstieg der Ausbreitung des Coronavirus gewährleisten zu können.

Das Coronavirus ist in unserer hochmobilen Gesellschaft schnell verbreitet. Unsere bisherige Arbeit hat der Eindämmung und Kontrolle gedient. Mit jeder neuen Welle von Reiserückkehrern aus immer mehr dazukommenden „Risikogebieten“ ist dieses Ziel nicht mehr zu halten. Das Virus ist unter uns. Auch Bundes- und Landesregierung haben gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut in den letzten Tagen darauf hingewiesen. Ziel aller Maßnahmen ist es, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit unsere medizinischen Kapazitäten für die wirklich ernsten Fälle ausreichend vorhanden sind.

Die gute Nachricht ist: in den allermeisten Fällen wird das Virus als harmloser grippaler Infekt ablaufen. Bitte verhalten Sie sich auch so. Wer Symptome hat, bleibt zu Hause und zieht sich zurück. Es gibt keine spezielle Therapie und auch keine Impfung. Die Testung macht hier keinen Sinn mehr, da sie keine medizinische Konsequenz hat. Auch die Kontakte zu bestätigten Fällen oder die Reiserückkehrer aus Risikogebieten werden nicht getestet, sondern bleiben zu Hause. Die Mengen an Testungen beanspruchen medizinisches Personal sowie Ressourcen, die an anderer Stelle notwendig gebraucht werden.

Wir müssen vielmehr unsere Haus- und Fachärzte unterstützen, die für die ambulante medizinische Versorgung stehen. Sie werden alle Kraft brauchen, um kranke Menschen ambulant weiter zu versorgen. Ziel ist es, Krankenhauseinweisungen zu vermeiden.

Es wird schwer verlaufende Erkrankungsfälle geben, die in unseren Kliniken behandelt werden müssen. Hierfür brauchen wir unsere Kraft, das Material und sonstige Ressourcen. Wer wirklich krank ist, stellen Ärzte fest. Den Zugang zu den Kliniken bestimmen die Ärzte.

Alle Maßnahmen, die in den letzten Tagen eingeleitet wurden (z. B. Versammlungsverbote, Schul- und Kita-Schließungen, Hygienemaßnahmen etc.) dienen der weiteren Verzögerung der Virus-Ausbreitung unter uns Menschen. Die Lage ist hochdynamisch und verändert sich täglich. Daher ist nicht auszuschließen, dass in der nächsten Zeit weitere Einschränkungen des täglichen Lebens auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes erlassen werden. Darauf müssen wir alle vorbereitet sein.“

Abschließend versichern Landrat und Erster Kreisbeigeordneter, dass der Werra-Meißner-Kreis seine Bevölkerung in dieser außergewöhnlichen Situation weiter auf dem Laufenden halten wird.

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