Werk II aus Rommerode revolutioniert das Abfüllen für kleine Brauereien

Im Werk II produziert man für die ganze Welt. In über 40 Ländern hat man bereits Kunden.
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Im Werk II produziert man für die ganze Welt. In über 40 Ländern hat man bereits Kunden.

Die Abfüllanlagen sowie weitere Maschinen für Brauereien gehen aus Rommerode in die ganze Welt

Rommerode. Wenn man ein Bier bei einem Fußballspiel oder Grillabend genießen möchte, dann soll nur das goldene Getränk im Glas zu sehen sein, nicht bloß Schaum. Beim Befüllen des Glases kommt es auf die richtige Technik an, damit es nicht schäumt. Was man gelegentlich beim Konsum als Problemchen sieht, ist beim Hersteller ein großes Problem. Beim Befüllen der Flaschen oder Fässer sind Schaum und Luft unerwünscht.

Hat man nur Schaum in der Flasche, ist kaum Bier drin, möchte man sie trotzdem füllen, kann es lange dauern. Luft sorgt dafür, dass das Bier nicht lange haltbar ist.

 Im industriellen Maßstab hat man Mittel und Wege gefunden, um das Bier unter Druck in die Flasche zu bekommen. Doch kleine Brauereien, die einen stetig wachsenden Markt mit „Craftbeer“ bedienen, konnten bislang nur auf ein antikes Konzept zurückgreifen, das bereits über 100 Jahre alt ist. Dazu nutzte man vor allem die Schwerkraft.

Es war unpraktisch und fehlerhaft. Inzwischen haben sich die Zeiten geändert. Ein kleiner Hersteller im beschaulichen Rommerode hat das Abfüllen von kleinen Margen Bier grundlegend vereinfacht. Werk II, so der Name, entwickelt und baut Geräte, die in die gesamte Welt verschifft werden.

Denn durch clevere Erfindungen kann man nun Techniken der Serienproduktion im kleinen Maßstab benutzen. Das geht vom Abfüllen und Etikettieren bis hin zum Auswaschen der Flaschen. Alles auf wenigen Metern und auf Wunsch sogar mobil.„Unser wohl ungewöhnlichster Kunde hat im 33. Stock eines Hochhauses in Singapur ein kleine Brauerei mit einem deutschen Braumeister“, erklärt Frank Hinkelmann, der Werk II gegründet hat.

Das Ganze hatte als Hobby angefangen: „Ich hatte vor rund zehn Jahren eine kleine Anlage für mich privat gebaut, um selbst Bier zu brauen. So wurde ich dann von anderen Bekannten und Freunden angesprochen, ob ich das nicht auch für Sie bauen könnte.“

Zu diesem Zeitpunkt hatte Hinkelmann noch keine Ahnung, dass er sich mit Brauereibedarf seine Brötchen verdienen würde. Bis dahin war er technischer Leiter bei einem Unternehmen, dass Ausrüstung für Bäckereibedarf herstellt.

 „Es entwickelte sich dann im Laufe der Jahre und irgendwann war dann der Punkt erreicht, an dem ich mich für eines meiner drei Standbeine entscheiden musste. Mein fester Beruf, Bier brauen oder dann doch die Entwicklung neuer Geräte für kleine Brauereien“, erklärt Hinkelmann. Inzwischen hat er zwei Angestellte, Benjamin Wacker und Alexander Leinweber.

„Ohne die Beiden wäre das alles so nicht möglich.“ Am Ende entschied er sich für die Entwicklung und Konstruktion. Auf seiner ersten Fachmesse, der „BrauBeviale“ in Nürnberg war das Interesse entsprechend groß. Im Jahr 2017 gründete er dann die „FH Maschinen und Braumanufaktur Werk II GmbH“.

„Eine unserer Stärken ist, dass wir schnell und flexibel auf die Wünsche unserer Kunden eingehen können und wir einen sehr guten Kontakt mit diesen pflegen. Mit manchen hat sich auch schon eine Freundschaft entwickelt.“

Im Werk II hat man sich vor allem auf die Entwicklung und Zusammenbau der Geräte spezialisiert. In der Werkstatt selbst werden vor allem Kunststoffteile gefertigt. Andere Komponenten werden von Zulieferern aus Großalmerode und der Umgebung nach Plänen von Werk II hergestellt. Montiert wird alles in Rommerode.

„Besonders durch den 3D-Druck sind wir flexibel und können sehr kurzfristig Neuerungen umsetzen. Wir können die Geräte so schneller modifizieren als die Broschüren dazu drucken zu lassen“, scherzt Hinkelmann.

Die Kunden freut es jedenfalls und zu ihnen zählen nicht nur Brauereien, die Bier herstellen. Zu den Kunden zählt auch ein junges Berliner Unternehmen, das Hafermilch herstellt. Grundsätzlich können nämlich alle Gertränke-Produkte, die in Flaschen und Dosen ausgeliefert werden, mit den Geräten von Werk II befüllt, verschlossen und etikettiert werden.

Wann er das letzte Mal Urlaub gemacht hat, kann Hinkelmann nicht genau sagen, es sei jedoch schon Jahre her. Doch seine Arbeit mache ihn glücklich und er wolle sie nicht mehr eintauschen.

Auch seine Biere braut er weiterhin, allerdings in Witzenhausen, zusammen mit Rainer Schinkel, dem Gründer der dortigen Brauerei, In einer Experimentieranlage erstellt Hinkelmann diverse eigene Rezepte. „Da probieren wir dann aus, was schmeckt.“ Die leckeren Getränke werden dann natürlich mit den Geräten von Werk II abgefüllt und verpackt,

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