Zwei Projekte aus dem Werra-Meißner-Kreis im Finale des Demografiepreises

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(V. li) Staatsminister Axel Wintermeyer und die FÖSSJ-lerinnen Fine Grimm, Mardita Hühnermund, Lena Kruse mit Kater Oskar und Leonie Bührig. Sie wurden von Tierheimsleiterin Gudrun Schmidt für ihren ehrenamtlichen Einsatz hoch gelobt. 

Die Projekte Sportpass und Freiwilliges Sozialeses Schuljahr sind im Finale des Demografiepreises Hessen.

Eschwege/Grebendorf. Die erste Hürde haben sie schon genommen. Zwei Projekte aus dem Werra-Meißner-Kreis sind für den Hessischen Demografiepreis nominiert und haben sich damit schon gegen 91 andere Bewerber durchgesetzt.

Der Sportpass der Jugendorganisation des Sportkreises Werra-Meißner und das Freiwillige Soziale Schuljahr (FSSJ), das in der Trägerschaft der Evangelischen Familienbildungsstätte und der Freiwilligenagentur Omnibus steht, sind in der Endrunde des mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Preises. Beide Projekte besuchte Staatsminister Axel Wintermeyer in seiner Eigenschaft als Demografiebeauftragter im Rahmen seiner Sommerreise.

Sportpass

In der Sporthalle in Meinhard Grebendorf stellte die Sportjugend Werra-Meißner ihren Sportpass vor. In der Region Eschwege, Meinhard und Wehretal beteiligen sich sechs Sportvereine und ermöglichen Kindern und Jugendlichen ein kostenloses Probetraining. Danach kann man sich den Pass bei jedem Verein abzeichnen lassen. Hat man alle sechs Vereine besucht, übernimmt die Sportjugend den ersten Jahres-Mitgliedsbeitrag für den Verein, für den man sich entschlossen hat, außerdem gibt es noch eine Prämie.

„Sport verbindet Menschen jeden Alters und erfüllt damit eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Der Sportpass ist ein gelungenes Instrument, um junge Menschen an die örtliche Vereinslandschaft heranzuführen und an ihre Region zu binden“, lobte Wintermeyer das Projekt.

FSSJ

Im Tierheim traf Staatsminister Wintermeyer Schülerinnen, die sich ehrenamtlich im Rahmen des FSSJ engagieren oder engagiert haben. Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren haben beim FSSJ die Möglichkeit, sich ehrenamtlich zwei Stunden pro Woche in einer sozialen, kulturellen oder ökologischen Einrichtung zu engagieren. Stellen gibt es zum Beispiel auch beim Tierheim, wo die Schülerinnen die Tiere füttern, Hunde ausführen und eine Unterstützung der ehrenamtlichen Tierheimmitarbeiter sind.

"Überlebenswichtig Gemeinschaft zu pflegen"

„Die Vereine können durch das FFSJ junge und interessierte Menschen für ihre Arbeit gewinnen“, erläuterte Irma Bender, die Leiterin der Familienbildungsstätte. „Dort wo sich Menschen engagieren, für ihr Dorf, für ihre Gemeinde, ziehen weniger Menschen weg. Deshalb ist es überlebenswichtig, die Gemeinschaft zu pflegen“, ergänzte Wintermeyer.

Nach seiner Ansicht hat das Projekt Pilotcharakter für ganz Hessen. „Ich mache mir Gedanken, ob das nicht auf andere Regionen übertragbar ist“, formulierte er. Er selber gehört nicht zur Jury, die den Preis vergibt, wird aber bei der Preisverleihung im September die Vertreter der beiden Projekte in Wiesbaden wiedersehen.

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