Sonnenschein und Feiertage lassen die Blutvorräte schrumpfen

Blutspende
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Das DRK ist auf Blutspenden angewiesen.

Ob durch einen Unfall oder eine Operation, jeder kann schnell in eine Situation kommen, in der er zum Überleben auf das Blut anderer angewiesen ist. Doch die aktuelle Vorratslage an Blutpräparaten ist angespannt. Der DRK-Blutspendedienst in Niedersachsen hat bereits Mitte Juni Alarm geschlagen und auch in Nordhessen sind die Vorräte gering.

Werra-Meißner. „Bedingt durch die heißen Wochen und die Maifeiertage ist die Versorgungslage angespannt“, berichtet Stefanie Fritzsche, Pressesprecherin des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg - Hessen. Dies treffe auch auf den Werra-Meißner-Kreis zu. „Wir haben noch keinen Engpass, aber wir gehen mit wenig Vorräten in die hessischen Sommerferien“, so die DRK-Sprecherin. In den vergangenen Wochen habe der DRK-Blutspendedienst rund fünf Prozent weniger Spenden verzeichnen können. Schuld daran sei vor allem das sommerliche Wetter. „Bei Sonnenschein gehen die Leute eben lieber ins Schwimmbad oder in den Biergarten“, erklärt Fritzsche.

Verbrauch der Vorräte

Nach Informationen des DRK-Blutspendedienstes, der in Hessen rund 110 Krankenhäuser und Kliniken mit Blutkonserven versorgt, werden in Hessen pro Tag rund 900 Blutspenden benötigt, um die Versorgung zu sichern. Wie schnell die aktuellen Vorräte aufgebraucht sein können, macht Fritzsche an einem einfachen Beispiel deutlich: „Wenn heute keine Blutspender kommen würden, könnten wir aktuell ungefähr drei Tage versorgen, wobei es natürlich je nach Blutgruppe auch schon vorher knapp werden könnte.“

Da Blut nur begrenzt haltbar ist, können Blutspendedienste auch keine langfristigen Vorräte für die Sommerferienzeit anlegen. Um dennoch eine Versorgung mit genügend Blutpräparaten über die Sommerferien sicherzustellen, ist der DRK-Blutspendedienst auf Blutspender angewiesen. „Wir rufen in solchen Fällen unsere bekannten Stammspender noch einmal auf und bitten sie jetzt um ihre Blutspende“, berichtet Fritzsche. Hierbei wende man sich vor allem an diejenigen mit Blutgruppe 0. Denn diese Blutgruppe ist universell einsetzbar. Aber auch Erstspender, die sich bislang noch nicht getraut haben, sollten sich vor allem jetzt ein Herz fassen und zur Blutspende gehen, ermuntert Fritzsche.

In der Folge könne es passieren, dass Operationen verschoben werden müssten, befürchtet Baulke. Hilfe aus anderen Bundesländern gebe es nicht, dort sei die Situation ähnlich. Im Klinikum Werra-Meißner macht sich ein Mangel an Blutpräparaten bislang noch nicht bemerkbar, wie eine Sprecherin des Klinikums auf Nachfrage bestätigte. Somit ist eine Patientenversorgung an den beiden Standorten in Witzenhausen und Eschwege uneingeschränkt gewährleistet. „Eine Notfallversorgung ist gewährleistet“, so der DRK-Blutspendedienst.

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