Werra-Meißner-Kreis verleiht Sozialpreis an Unternehmen

Sozialpreis 2017
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Verleihung des Sozialpreises 2017
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In diesem Jahr gab es fünf Preisträger und zwei Sonderpreisträger

Oberhone. Alle Jahre wieder verleiht der Werra-Meißner-Kreis den Sozialpreis für besonderes Engagement von Unternehmen, oder Organisationen im sozialen Bereich. In diesem Jahr gab es fünf Preisträger und zwei Unternehmen bekamen sogar einen Sonderpreis für ihre herausragende Arbeit verliehen. „Die Preise werden in diesem Jahr querbeet durch alle Branchen mit dem Themenschwerunkt ‘Familien- und Ausbildungsfreundlichkeit’ verliehen. Das spricht für die Vielfalt unserer Region.“, erwähnt Landrat Stefan Reuß. Es sollte mit der Verleihung der Erfolg der Menschen ausgezeichnet werden, die sie mit ihrem Sozialbewusstsein einfahren. In die Gemeinde Wehretal gingen gleich zwei der fünf Preise. Wohl der bewegendste und lobenswerteste Preis ging an Roswitha Wenzel aus Vierbach für ihr selbstloses 40-jähriges Pflegemutter Dasein. Karin Meissner-Erdt vom Fachbereich Jugend, Familie, Senioren und Soziales kümmert sich um die Vermittlung von Pflegekindern und Adoptivkindern. Sie schlug Roswitha Wenzel vor. Seit 1974 hat ‘Rosi’ bereits 60 Kinder aufgenommen und sie für das Leben vorbereitet. „So etwas ist nur mit einer tollen Familie möglich, mit guter Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und dem Jobcenter.“, sagt Roswitha Wenzel. Ebenso plädiert sie an das Jobcenter den Jungs, die sie ziehen lässt - denn alle der 60 Kinder waren Jungen - besser zur Seite zu stehen. Der zweite Wehretaler-Preis ging an Martin Stange von der Landbäckerei Bechthold/Stange. Er hat gemeinsam mit den Konfirmanden aus Hoheneiche für das Projekt ‘5000 Brote - Konfis backen für die Welt’ mitgemacht. Martin Stange öffnete für diese Aktion seine Backstuben. Die Konfis backten dort selbst Brot und gewannen dabei einen Einblick in einen handwerklichen Beruf. Deshalb schlug die Kreishandwerkerschaft die Landbäckerei für den Sozialpreis des Kreises vor.

Ebenfalls von der Kreishandwerkerschaft vorgeschlagen wurde der Teichhof in Grandenborn rundum Edgar Linhose und seine Familie. Der Gastronomie- und Metzgerbetrieb wurde für sein außerordentliches familiäres Klima und die Integration von Arbeitskräften aus aller Herren Länder ausgezeichnet. Hinzu kommen trotz laufender Gastronomie die flexiblen Arbeitszeiten und die Gastfreundlichkeit für Kinder und Jugendliche, die in den Betrieb hineinschnuppern können. Martin Stange und Edgar Linshose öffnen nämlich regelmäßig die Pforten für Kinder, die innerhalb des Projektes Praxispool einen Nachmittag in verschiedenen Betrieben verbringen. Ebenfalls einen Preis erhielt das Seniorenwohnheim Brückentor. „Es ist ein Haus der offenen Tür“, lobt Stefan Reuß. Denn auch hier bleiben die Türen vor Kindern nicht verschlossen. Das Seniorenwohnheim wird dafür ausgezeichnet, dass sie die Lebensläufe nach außen tragen und in ihrer Arbeit mit den Senioren offen kommunizieren. Im Jahr 2012 bekam es bereits von der Zeitschrift DIE ZEIT eine Auszeichnung für den „Great-Place-To-Work“, was übersetzt so viel meint, wie „An diesem großartigen Platz arbeite ich gerne.“ Die fünfte Nominierung erhielt Irma Bender, als Leiterin der Evangelischen Familienbildungsstätte für ihr 20-jähriges Engagement für Menschen, die nicht immer auf der Sonnenseite des Lebens stehen, für ihre hervorragenden Ideen und Konzepte für ein Angebot für junge Mütter, geflüchtete Frauen und Männern, sowie der Ehrenamtsbetreuung. In neun Monaten wird Irma Bender in den Ruhestand entlassen, was Landrat Stefan Reuss schon jetzt bedauert. Zur Krönung der amüsanten, ehrlichen und emotionalen Verleihung wurden die Autohäuser Stöber und das Schlosshotel Hohenhaus für ihre vorbildliche Azubi-Arbeit und das soziale Engagement während ihrer Ausbildung mit dem Sonderpreis ausgezeichnet. Bei Andrea und Thorsten Stöber und bei Peter Niemann im Schlosshotel stünden die soziale Weiterbildung ihrer Schützlinge genauso im Vordergrund wie deren fachliche Kompetenz. Beide Unternehmen vernetzen sich mit ihren Azubis nicht nur untereinander gut, sondern sind auch Teil von Land(auf)Schwung-Projekten. Alle sieben Preisträger des Sozialpreises des Werra-Meißner-Kreises bekamen eine Urkunde überreicht und einen Geldbetrag bereitgestellt für ihre weitere Arbeit im sozialen Bereich.

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