Kommentar von Sonja Liese zur vorgezogenen Landratswahl im Werra-Meißner-Kreis

Die Landratswahl im Werra-Meißner-Kreis könnte möglicherweise zusammen mit der Bundestagswahl bereits am 24. September stattfinden

Werra-Meißner. Neben der Bundestagswahl im September steht für unseren Werra-Meißner-Kreis möglicherweise noch eine weitere Wahl am 24. September an: Die Landratswahl. Denn zuletzt wurden 2012 die Kreuze für das höchste Amt im Kreis gesetzt. Damals wurde im Januar gewählt – die bevorstehende Bundestagswahl könnte allerdings dafür sorgen, dass man sich hier gleich mit einklinkt. Möglich wäre das. Denn ein halbes Jahr vor Amtsantritt des Landrates dürfen die Bürger an die Urnen treten. Gekoppelt mit der Bundestagswahl könnte das gleichzeitig für eine hohe Wahlbeteiligung sorgen. Als Stefan Reuß (SPD) und Magnus Schmagold (CDU) 2012 gegeneinander antraten sprach der Willen der Bürger Bände. Mit gerade mal 43,9 Prozent zeigt es das mangelnde Interesse an der Politik und den Menschen, die sich für die eigene Heimat einsetzen. Dass das Reuß in seiner ersten Amtsperiode, er löste seinen Vorgänger Dieter Brosey am 26. März 2006 ab, mit Bravour tat, zeigte die Wahl im Januar 2012. In sieben der 16 Gemeinden erreichte er über 80 Prozent der Stimmen – insgesamt verzeichnete er ganze 78,2 Prozent für sich. Auf seinen eher unbekannten Herausforderer entfielen gerade mal 21,8 Prozent.

Aber ganz egal, ob im September oder doch erst im Januar gewählt werden würde, es stellt sich die Frage, wer sich nach der eindeutigen Klatsche in 2012 jetzt als Gegenkandidat für den Posten des Landrats aufstellen lässt. Dem bzw. den Kontrahenten, die ins Rennen geschickt werden, sollte von Beginn an klar sein, dass die Chancen, Reuß vom Thron zu stoßen, verschwindet gering sind. Reuß ist ein junger, dynamischer Amtsinhaber, der sich wie kein anderer in seinem Landkreis auskennt. Er kennt die Vereine, Institutionen, die Menschen, ihre Geschichten, ist überall präsent. Sollte der 46-Jährige nicht irgendwann von selbst sein Amt niederlegen, dürften ihm noch drei Legislaturperioden sicher sein.

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