Werraland Werkstätten präsentierten sich bei Fachmesse in Bayern

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Hielten gemeinsam einen Fachvortrag zur Zukunft der Werkstätten: (v.li.) Werraland-Vorstandsmitglied Andrea Röth-Heinemann, Europa Akademie-Leiter Martin Hofmockel, Werraland-Vorstandsvorsitzender Gerd Hoßbach und BAZ-Leiter Christian Bierschenk.

Gemeinsam mit 171 anderen Ausstellern stellten die Werraland Werkstätten ihre Produkte und Leistungen vor.

Eschwege. Vier intensive Messetage liegen hinter dem Team der Werraland Werkstätten und deren Fachinstitut, der Europa Akademie. Bei der deutschlandweit größten Leistungsschau von Werkstätten für Menschen mit Behinderung mit 171 Ausstellern überzeugte das heimische Sozialunternehmen sowohl mit seiner Produktpalette als auch dem hochaktuellen Fachvortrag der Europa Akademie.

Durch das vom Bundestag verabschiedete neue Bundesteilhabegesetz stehen zukünftig einschneidende Veränderungen für Werkstätten an. „Die Monopolstellung der Werkstätten gehört der Vergangenheit an. Wer nicht bereit ist, sich den veränderten sozialrechtlichen und ebenso den veränderten Kundenwünschen anzupassen, wird große Probleme bekommen“, referierte Werraland-Chef Gerd Hoßbach vor einem breiten Fachpublikum.

Ein „Weiter wie bisher“ werde es für die Werkstätten nicht geben. Wer sich auf dem ausruhe, was einmal war, überlebe nicht. „Marktorientierung, andere Angebotsstruktur und veränderte Kundenwünsche sind die neuen Schlüsselbegriffe“, sagt Hoßbach. Allerdings machte er den 170 Zuhörern im vollbesetzten Tagungssaal der Messe Nürnberg auch Mut: „Das Produkt Werkstatt ist gut. Werkstätten besitzen die Erfahrung und das Potenzial für die fachgerechte Begleitung der Menschen mit Behinderung.“

Die große Chance der Werkstätten sei die Weiterentwicklung hin zum Sozialunternehmen. Das neue Berufliche Ausbildungs-Zentrum (BAZ) in Eschwege sei hierbei eine Antwort, um jungen benachteiligten Menschen die Chance auf berufliche Bildung zu ermöglichen. Neben Hoßbach referierten Werraland-Vorstandsmitglied Andrea Röth-Heinemann, Europa Akademie-Leiter Martin Hofmockel und BAZ-Leiter Christian Bierschenk über neue Möglichkeiten beruflicher Teilhabe.

Im Anschluss erkundigten sich viele Werkstätten-Vertreter im Detail über das Know-how der Eschweger und ihre Antworten auf die veränderte Gesetzgebung am Messestand der Europa Akademie. Auch am Werraland-Stand war die Nachfrage nach den in der Werkstatt hergestellten Produkten groß. „Wir sind sehr zufrieden, besonders unsere Filz- und Papierprodukte aus unseren Kreativbereichen sowie unsere Brettspiele, die wir in Kooperation mit der GrimmHeimat Nordhessen realisieren, wurden gut nachgefragt“, so Werkstattleiterin Michaela Harnge.

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