AfW will bürgernahe Politik machen

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Die AfW - Alternativen für Witzenhausen - ist die neue Bürgerliste in der Kirschenstadt Witzenhausen

Witzenhausen. Frischer Wind soll demnächst durchs Witzenhäuser Parlament wehen – wenn es nach den Vorstellungen der neuen ,AfW’ geht.AfW steht für ,Alternativen für Witzenhausen’. Und Alternativen wollen sie bieten, die insgesamt zehn Mitglieder der neuen Wählergemeinschaft. Kurz vor Weihnachten, am 21. Dezember, haben sie sich gegründet."Wir sind uns bei Witzenhäuser Aktivitäten schon immer mal begegnet und hatten schon länger vor, unsere Kräfte zu bündeln. Jetzt zur Kommunalwahl möchten wir ins Witzenhäuser Parlament einziehen", so Fred Melko, Spitzenkandidat der AfW.

Bei Transition Town, in der Kulturgemeinschaft und bei den Grünen engagiert

Die meisten von ihnen haben sich bereits für Witzenhausen engagiert, beispielsweise bei Transition Town. "Wir haben schon viel in Bewegung gesetzt und durch Fortbildungen und praktische Erfahrungen gesellschaftspolitisches Knowhow erlangt", erläutert Silvia Hable. Während ihrer Arbeit habe sie erfahren, dass in der Stadtpolitik noch mehr möglich wäre, wenn die Bürger stärker mit einbezogen würden. "Trauriges Beispiel ist zum Beispiel die Entscheidung, das Bürgerhaus samt Hallenbad abzureißen – gegen den Wunsch vieler Witzenhäuser", so Hable.Die 32-jährige zweifache Mutter bedauert außerdem, dass die Idee einer freien Schule auf soviel Ablehnung seitens der Stadt gestoßen sei: Andere Gemeinden seien stolz auf eine Bereicherung der Schullandschaft. Schade sei auch die mangelnde Unterstützung der Stadt des Projektes ,Sitzen unter Platanen’ des Vereins für Bau- und Wohnkultur.

"Wir wollen jedoch nicht nur kritisieren", unterstreicht Fred Melko. "Wir haben uns aufgestellt, um etwas zu bewegen und in erster Linie Vereine und Bürger stärker zu unterstützen. Wir möchten deren Anliegen und Wünsche politisch vertreten." Nicht unwichtig finden die AfW-Mitglieder auch, in welche Projekte Gelder fließen sollen: "Ob eine Planung, wie beispielsweise der Marktplatz, wirklich so viel kostet, müsste vorher überprüft werden", so Melko.

Bürgerschaftliche Projekte unterstützen

Welche Kraft bürgerschaftliches Engagement entwickeln könne, sei derzeit beim Dorfentwicklungsprogramm IKEK zu beobachten, ergänzt Dr. Christian Platner, ehemaliger Grünen-Parlamentarier: "Hier werden gute Ideen, die auch für nachfolgende Generationen von Nutzen sind, entwickelt und haben weitere nachaltige Unterstützung verdient", so der Hochschuldozent.Das sieht auch Bea Lissy so, die sich nebenberuflich in der Kulturgemeinschaft engagiert und den Aspekt der Vielfältigkeit und Kultur, den es in Witzenhausen gebe, stärker in die Stadtpolitik tragen möchte. Nicht nur für die Lebensqualität der Bürger, sondern auch für den Tourismus findet sie es wichtig, die historischen Gebäude Witzenhausens zu erhalten und effektiver zu nutzen. Hierzu gehöre unbedingt die Einbeziehung der Eigentümer.Ganz wichtig sei es für die Entwicklung eines Gemeinschaftsgefühls von Bürgern, gemeinsam mit den Studenten sowie den ausländischen Mitbürgern, dass öfter ein gemeinsamer Austausch stattfinden könne – der Bürgerbrunch sei ein gutes Beispiel. Vor politischen Entscheidungen sollten Bürgerversammlungen und -foren stattfinden, merkt Christian Platner an, für den es nicht ausreicht, das Bürger im Parlament nur zuhören dürfen.

Jederzeit ansprechbar -  Wahlbüro eingerichtet

Hans Spinn, der sich nach seiner Kandidatur bei der Bürgermeisterwahl 2012 vorgenommen hatte, politisch aktiv zu bleiben, will – wie die anderen auch – weiterhin in der Stadt präsent und für Bürgerinnen und Bürger jederzeit ansprechbar sein. Die AfW hat für den ,Wahlkampf' ein Büro gemietet,in dem man die Mitglieder antreffen kann. Es befindet sich im ,Tante-Erma-Laden', Ermschwerder Straße 19.

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