Windpark Hausfirste - Es wird keine Klage geben

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Der Verein Lebenswertes Kaufunger Wald möchte gegen die Genehmigungsbescheide des Regierungspräsidium Kassel klagen. Foto: Horn

Die Stadtverordneten werden keine Klage gegen das Regierungspräsidium einreichen.

Großalmerode. "Wir müssen uns keine Vorwürfe machen, haben alle Register gezogen und nun keine Möglichkeiten mehr. Die Zeichen der Zeit, die Wahrheit müssen wir anerkennen. Deckel drauf. Wir haben alles getan, um die Windkraft im Kaufunger Wald zu verhindern", erklärte Magnus Alt in der Stadtverordnetenversammlung von Großalmerode. Die entschied an diesem Abend, ob man eine Klage gegen das Regierungspräsidium Kassel (RP) beim Verwaltungsgericht einreicht.Denn die Stadt Großalmerode versagte der ENTEGA AG (ehemals HSE) das Einvernehmen bezüglich der Zuwegung zum Bau des Windparks "Hausfirste" – die Stadt sollte der ENTEGA erlauben, dass diese Straßen nutzen bzw. für den Bau des Windparks ausbauen darf. Da laut RP das Versagen des Einvernehmens rechtswidrig erfolgte, wie es in seiner Erklärung darstellte, durfte das RP das Einvernehmen der Stadt durch das eigene ersetzen.Die Rechtsanwältin Anke Malecki prüfte die Unterlagen und Begründung des RP. Nach ihrer Ansicht sei das Vorgehen des RP nachvollziehbar und habe daher zurecht das Einvernehmen der Stadt ersetzt. Ein Klage der Stadt gegen das RP habe entsprechend geringe Chancen auf Erfolg, weswegen sie davon abrate. Am Ende entschieden sich daher die Stadtverordneten einstimmig gegen eine Klage.Grund für das Versagen des Einvernehmens der Stadt waren die Befürchtungen, dass durch die Bauwege, die zum Teil durch die Wasserschutzzone III führen, das Trinkwasser gefährdet werden könnte. In den kommenden vier bis fünf Jahren soll daher ein detailliertes Gutachten erstellt werden, dass sich genauer mit dem Trinkwasserschutzgebiet befasst, um bei weiteren möglichen Windparkprojekten eine bessere Argumentationsgrundlage zu haben.

+++ EXTRA INFO: Windparks bei Großalmerode Großalmeroder+++

Im Windpark "Hausfirste", der nördlich von Großalmerode an der Grenze zu Niedersachsen liegt, werden zehn Windräder des Typs Enercon E-115 errichtet. Mit Rotor sind diese rund 200 Meter hoch. Der WIndpark wird von der Darmstädter Firma ENTEGA errichtet.Westlich von "Hausfirste" wird der Windpark "Kreuzstein" entstehen. Dort werden acht Windräder des Typs Enercon E-115 errichtet Dieser Windpark wird von der Stadtwerkeunion Nordhessen (SUN) gebaut.  Als mögliche weitere Flächen für Windparks sind im Teilregionalplan zurzeit "Langenberg" und "Schwarzenberg" bei Großalmerode aufgeführt.

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