Windpark Rohrberg soll Strom für 15.000 Haushalte liefern

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Ließen den Windpark symbolisch ans Netz: (v.li.) Jürgen Herwig (Bürgermeister Hessisch Lichtenau), Dr. Michael Maxelon (Vorstandsvorsitzender Städtische Werke AG Kassel), Bertram Hilgen (Aufsichtsratsvorsitzender SW), Tarek Al-Wazir (Wirtschaftsminister Hessen) und Dr. Thorsten Ebert (Vorstand SW). Foto: Horn

Der Windpark Rohrberg ging jetzt offiziell ans Netz und soll Strom für 15.000 Haushalte liefern

Hessisch Lichtenau.Der Windpark auf dem Rohrberg bei Hessisch Lichtenau wurde am Freitag offiziell in Betrieb genommen. Der Windpark soll Strom für 15.000 Haushalte liefern.

Das Projekt wurde von der Städtischen Werke AG (SW)geplant und umgesetzt, die 74,9 Prozent der Anteile an dem Windpark abgegeben hat. SW Vorstandsmitglied Dr. Thorsten Ebert betonte, dass man nur durch die Beteiligung lokaler Akteure Akzeptanz für solche Projekte schaffen könne.

Somit bliebe die Wertschöpfung in der Region. Ebert lies die Anlage symbolisch mit SW Vorstandsvorsitzenden Dr. Michael Maxelon, Aufsichtsratsvorsitzenden Bertram Hilgen, Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Lichtenaus Bürgermeister Jürgen Herwig ans Netz gehen.

Al-Wazir betonte in seiner Ansprache, dass man in Hessen Nachholbedarf bezüglich der Windenergie habe, andere Bundesländer seien schon weiter. Den zunehmenden Gegenwind für die Windkraft aus Berlin, sehe Al-Wazir mit Besorgnis.

Ähnlich sieht es auch Bertram Hilgen, der davor warnte, dass der Windkraft nicht das blühe, was die Solarbranche bereits hinter sich hat. Nämlich das auf dem deutschen Markt die heimischen Hersteller keine Rolle mehr spielen würden, damit bezog er sich auch auf den Kasseler Solarexperten SMA, der seine schwerste Krise in den vergangenen Jahren überwinden musste.

Gleichzeitig erkannte man aber auch an, dass es, wenn auch nicht in Hessisch Lichtenau, in der Region sehr wohl Gegner der Windkraft gebe.

Lichtenaus Bürgermeister Herwig spekulierte, in Hessisch Lichtenau sei man immer offen für Neues, da man lange Zeit "Zonenrandgebiet" war und sich nur wenig tat. Daher sei man nicht nur offen für die Windkraft, sondern man setze sich in der Region auch für die Autobahn ein.

Diesen kleinen Seitenhieb konnte sich Herwig, der nur noch rund zwei Monate bis zu seiner Pensionierung im Amt ist, nicht verkneifen. Denn Al-Wazir sowie seine Parteikollegen sehen den Bau der A44 "skeptisch". Als Minister ist er inzwischen jedoch für die Umsetzung mit verantwortlich.

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