Wird der Marktplatz in Witzenhausen rot?

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Bauausschussmitglieder stimmten über Materialvorschläge für die Bushaltestelle Am Markt und den Marktplatz ab

Witzenhausen. Am gestrigen Dienstag begutachtete der Bau- und Verkehrsausschuss der Stadt Witzenhausen die vom Bauamt vorgeschlagene Materialauswahl für die künftige Gestaltung der Bushaltestelle Am Markt. Diese Pflasterung soll auch bei der zukünftig angedachten Marktplatzerneuerung Verwendung finden.

Bauamtsleiter Bernd Westermann erläuterte, dass man sich für die Auswahl an die Richtlinien des Denkmalschutzes für die historische Innenstadt orientiert habe. Für die möglichst barrierefreie Ausgestaltung des über 4.000 Quadratmeter großen Platzes habe man sich für einen Betonstein entschieden, der in zwei Varianten bereits als Musterflächen am Marktplatz eingelassen wurden.

Beton preiswerter als Naturstein

Die Ausschuss-Mitglieder stimmten nach einer längeren Diskussion für den Betonstein in rötlicher Färbung. Mit ausschlaggebend für die Wahl für Beton war nicht zuletzt der Kostenfaktor. So kos­tet der Quadratmeter – ausgelegt mit Elementen von jeweils 30x40 bzw. 20x30 Zentimetern Größe und einer Stärke von mindestens acht Zentimetern an der Bushaltestelle und 12-14 Zentimetern auf dem Marktplatz 38,50 Euro. Für eine zusätzliche Teflonbeschichtung kämen 16 Euro hinzu. Demgegenüber würde so genannter ,Portugiesischer Granitstein’ 144,45 Euro kosten.Bürgermeisterin Angela Fischer wies darauf hin, dass in dieser Ausschuss-Sitzung lediglich über die Materialauswahl für die Bushaltestelle abgestimmt werde, da die Finanzierung für den Marktplatz noch nicht gesichert sei und noch entsprechende Förderanträge gestellt werden müss­ten.Weiterhin wurde der Vorschlag des ,Verein für Bau- und Wohnkultur Witzenhausen’ diskutiert. Dieser hatte ein Konzept eingereicht, das vorsieht, fünf Betonringe unter den Platanen auf dem Marktplatz mit Holzauflagen auszustatten (wir berichteten).

Sitzen unter Platanen

Das Konzept ,Sitzen unter Platanen’ verfolge eine Aufwertung des Platzes als Begegnungsort der Bürger, heißt es hierzu. Vorgesehen sei, die Betonringe zu öffnen, um auch ein Gegenübersitzen zu ermöglichen.Bürgermeisterin Angela Fischer betonte, dass der Ma-gis­trat lediglich einem ,Modellring’ zugestimmt habe. Es solle geprüft werden, ob und wie es möglich sei, die Betonringe zu teilen und wie das Modell von den Bürgern angenommen werde.Die Ausschussmitglieder von SPD und Grüne beantragten, dem Gesamtkonzept des Vereins zuzustimmen und mindestens drei Ringe umzusetzen – auch im Hinblick, dass der Verein die Finanzierung über Sponsoren und Eigenleistung übernehme. Diese Initiative sei zu würdigen.Der Magistratsbeschluss sei bindend, so die Bürgermeisterin.Veronika Kühnapfel, Vorsitzende des Vereins Bau- und Wohnkültur, die als Gast anwesend war, wurde Rederecht erteilt. Sie stellte klar: "Mit uns gibt es keinen ,nur einen Ring’, sondern mindestens drei von fünfen." Der Verein stehe hinter dem Gesamtkonzept, dessen Umsetzung und Ausführung dieser der Stadt anbiete. Das Konzept könne als Impuls für eine schnell umsetzbare Marktplatzgestaltung gesehen werden.Da Bauamtsleiter Bernd Westermann plant, den Umbau eines Platanenrings beim bevor stehenden ,Tag der Städtebauförderung’ am 9. Mai zu verwirklichen, bot die Bürgermeisterin an, dass hierfür die Stadt die Finanzierung übenehmen könnte.Der Tagesordnungspunkt ,Sitzen unter Platanen’ wurde vertagt.

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