Wirtschaftsförderer zufrieden mit dem Jahr 2016

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Dr. Lars Kleeberg, Siegrfried Rauer (beide WFG) und Ladrat Stefan Reußt stellen die Jahresbilanz 2016 vor.

Eschwege. Ein robuster Arbeitsmarkt, hohe Beschäftigtenzahlen, hohe Konsumbereitschaft und Zufriedenheit bei Unternehmen“, stellte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG), Siegfried Rauer, als Fazit bei der Präsentation des Geschäftsberichtes 2016 heraus. Mit dabei war erstmals Dr. Lars Kleeberg, der am 1. September die Nachfolge von Siegfried Rauer antreten wird und so schon einmal einen Vorgeschmack auf seinen zukünftigen Verantwortungsbereich erhielt.

Unternehmen im Kreis stabil

Aus Sicht der WFG sind die Unternehmen stabil aufgestellt und haben die Auftragsbücher im Jahresverlauf gut gefüllt. Die Bereitschaft zur Gründung eines eigenen Unternehmens ist aber nach Erfahrung der Wirtschaftsförderer eher noch verhalten. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten blieb auf dem Niveau von 2015. Sehr positiv wird eingeschätzt, dass auch 2016, wie schon in den Vorjahren, die Zahl der hier wohnenden sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 630 Personen auf 35.327 anstieg, mit weiter steigender Tendenz.

Nach Ansicht von Landrat Stefan Reuß sprechen diese Zahlen dafür, dass die Maßnahmen, die ergriffen wurden, um den Kreis attraktiver zu machen, greifen. Das Bauhandwerk konnte von dem niedrigen Zinsniveau profitieren und auch im Tourismus stiegen auf Kreisebene wieder die Gästezahlen. Es gibt auch 2016 mehr Zuzüge als Abwanderungen in der Bevölkerung. „Alles in Allem, dürfen wir mit der wirtschaftlichen Entwicklung im Landkreis zufrieden sein“, so Rauer.

„www.in-der-mitte-von.de“

Im Rahmen der Marketingkampagne „in-der-mitte-von.de“ wurden zur Vermarktung des Werra-Meißner-Kreises weitere Video-Clips produziert. Sie hatten über Social Media eine Reichweite von ca. 1,8 Millionen Usern und wurden 650.000 mal abgerufen. „Die Reichweite der Kampagne ist sehr positiv und sie wird auch 2018 fortgesetzt werden“, versicherte der Landrat. In diesem Jahr werden noch vier Filme ins Netz gestellt.

Die Unternehmen könnten diese Filme noch mehr zur Eigenwerbung einsetzten. „Sie sind ein Mehrwert für die Unternehmen, denn die Kampagne kommt sehr gut an,“ so Rauer. Gerade wenn es um die externe Besetzung von Stellen geht, könnten die Imagefilme eine Ergänzung sein. „Das Umfeld wird immer wichtiger, wenn es um die Work-life-Balance geht. Da können die Imagefilme ein Aushängeschild für die Region sein“, so Dr. Lars Kleeberg.

Breitbandversorgung im Kreis ausgebaut

Die Einbindung in das nordhessische NGA-Projekt zur Verbesserung der Breitbandversorgung der nordhessischen Landkreise war ebenfalls ein Thema, das bei der WFG angesiedelt ist und endlich in die Umsetzung geht. Auch den Weiterbau der A 44 sieht die WFG als eine weitere Grundlage für eine Fortführung der positiven Entwicklung des Kreises.

Die Beratungs- und Service-Angebote der WFG wurden 2016 sehr stark nachgefragt. 829 Beratungen zu Unternehmensgründungen, Unternehmensübernahmen, Beteiligungen, Errichtungs- und Erweiterungsinvestitionen oder um die Vermittlung eines Gewerbeobjektes, um F+E-Aktivitäten oder um Fördermittel wurden durchgeführt. Es flossen 2016 rund 72 Millionen Euro Fördermittel in den Landkreis. Die WFG verstärkte ihr Engagement seit einiger Zeit in dem Bereich  Unternehmensübergabe und –übernahme. Durch ihre Firmen- und Marktkenntnis einerseits und einer umfassenden Gründungsberatung auf der anderen Seite ist sie vermittelnd tätig.

Hilfe bei Nachfolgersuche

„Es ist nicht einfach, Anbieter und Käufer zueinander zu bringen. In die Vermittlung von 21 Betrieben waren wir eingebunden und in der Hälfte der Fälle waren wir erfolgreich“, berichtet Rauer Unter www.wfg-werra-meissner.de können Interessierte neutralisierte Angebote aus dem Kreis finden. Insgesamt zeigte sich Landrat Stefan Reuß als Vorsitzender des Aufsichtsrates sehr zufrieden mit der kreisweit geleisteten Arbeit der WFG.

„Das Umdrehen der WFG hat sich gelohnt. Es ist richtig, dass der Focus wieder mehr auf der klassischen Wirtschaftsförderung liegt“, betonte er. Mit Dr. Lars Kleeberg hat man nach seiner Ansicht auch eine würdige Geschäftsführungsnachfolge gefunden. 

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