Witzenhäuser FWG will Luftmessung bezahlen

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fwg witzenhausen beate Oetzel, Waldemar rescher, Barbara oetzel

Freie Wählergemeinschaft will 2.000 Euro an die Stadt spenden

Witzenhausen. Die FWG (Freie Wählergemeinschaft) Witzenhausen will endlich Nägel mit Köpfen machen: "Da die Stadt  in Sachen Luftmessung seit einem Jahr noch nichts unternommen hat, möchten wir das Projekt voran treiben", so die FWG-Vorsitzende Beate Oetzel.

Damit das Hessische Umweltministerium Luftmessgeräte aufstellen kann, benötigt es jedoch Daten, die auf eine hohe Schadstoffbelastung hinweisen. Witzenhausen kann allerdings nur veraltete Messungen aus den 90er Jahren vorweisen. Um aktuelle Daten vorlegen zu können, wollen Beate Oetzel, Barbara Schröter und Waldemar Rescher der Stadt eine zweckgebundene Spende über 2.000 Euro für die Aufstellung so genannter ,Passivsammler für Stickstoffoxid’ überreichen.

Oetzel befürchtet, dass das Parlament die Kostenübernahme für Luftmessungen erneut ablehnen könnte. Daher habe der Vorstand beschlossen, den notwendigen Betrag an die Stadt Witzenhausen zu spenden.

Tonnage-Beschränkung ereichen

Hintergrund der Aktion ist die Sorge der FWG um den zunehmenden Schwerlastverkehr im Stadtgebiet Witzenhausen. "Dieser wird voraussichtlich mit dem Neubau der Werrabrücke noch zunehmen", befürchtet auch Waldemar Rescher. "Die Brücke wird auch für 40-Tonner zugelassen werden. Mit bedenklichen Werten könnte man beim Bund möglicherweise eine Tonnage-Beschränkung erreichen." Daher dränge die Zeit.Zwei Messgeräte könnten beispielsweise an der Schützenstraße, ein weiteres  Hinter den Teichhöfen, ein Jahr lang aufgestellt werden.

Beate Oetzel versteht nicht, dass der Magistrat noch nichts unternommen hat, zumal es doch mehrere Möglichkeiten der Luftmessung gebe. "Diese von uns angestrebten Messungen sind günstig – und das Projekt passt perfekt in die Planung ,Klimafreundlicher Verkehr’."

Bürger können spenden

Die FWG möchte auch Bürgern die Möglichkeit geben, sich an der Spendenaktion zu beteiligen. "Die Luftmessung ist im Interesse der Bürgerinnen und Bürger Witzenhausens", sagt Oetzel. "Wir als gewählte  politische Vertreter wollen jetzt endlich handeln."

Deshalb will die FWG den Magistrat in der nächsten Parlamentssitzung erneut damit beauftragen, die Luftmessung in die Wege zu leiten. Dies wird in der Stadtverordnetenversammlung am Dienstag, 13. Dezember, um 18 Uhr, im Rathaussaal diskutiert.

Spenden sind erwünscht auf das Konto DE52 5226 0385 0004 9566 13

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