Wohlfühl-Oase statt Bürgerhaus?

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Abriss Bürgerhaus Witzenhausen: FWG möchte Gelände als Wohnmobil-Stellplatz nutzbar machen

Witzenhausen. Einmütig, wenn auch traurig, haben Witzenhausens Stadtverordnete im vergangenen Jahr den Abriss des Hallenbades und Bürgerhauses beschlossen. Was soll nun werden?

"Die vorhandene Infrastruktur am Bürgerhaus sollte auch nach dem Abriss unbedingt weiter genutzt werden!" Beate Oetzel, FWG-Stadtverordnete bereitet gerade eine Präsentation vor, die sie am Dienstag dem Bau- und Verkehrs-Ausschuss der Stadt Witzenhausen vorlegen wird. Die Idee ihrer Fraktion: Ein Stellplatz für Wohnmobile direkt am Freibad.

Seit der Diskussion im Stadtparlament und in den Ausschuss-Sitzungen für die künftige Nutzung des Geländes, auf dem sich Bürgehaus und Hallenbad (noch) befinden, ist bei Beate Oetzel die Idee eines Wohnmobilparks herangereift.

Reisen mit Wohnmobil im Trend

Die FWG-Vorsitzende und ihr Mann Uwe sind begeisterte Wohnmobilisten. In letzter Zeit reisen beide besonders unter dem Gesichtspunkt: "Auf welchen Plätzen kann man sich als Wohnmobilist wohl fühlen? Was wird benötigt?"Oetzel strebt für die Stadt Witzenhausen ein ,Fünf-Sterne-Platz’ an. "Dies ist eine Publikumsbewertung", erklärt Oetzel. "Die meisten Wohnmobilisten benutzen eine App, mittels derer man nach geeigneten Plätzen suchen kann. Diese werden von Nutzern kommentiert und mit Sternchen von Eins bis Fünf – die höchste Bewertung – versehen."Die Zahl der Urlauber, die mit einem Wohnmobil auf Reisen gehen, wachsen von Jahr für Jahr, haben Oetzel und ihr Mann recherchiert. Der Trend steige an, besonders bei reiselustigen Rentnern. "Diese lassen nicht wenig Geld an einem Ort, an dem sie sich wohlfühlen", so die Beiden.

Eine Chance für die Kirschenstadt?

Noch vor einiger Zeit habe für Durchreisende ein anspruchsloser Stellplatz gereicht. "Doch immer mehr Wohnmobilisten tendieren dazu, auch etwas länger an einem Ort zu verweilen", so Beate Oetzel. Diese weitere Chance für den Tourismusbereich sollte die Kirschenstadt, die im ,Frau-Holle-Land’ und im Bereich der Fachwerkstraße läge, nicht verpassen.

Die Stellplätze der Stadt am Diebesturm und am Josef-Pott-Platz findet sie nicht ideal. "Die Plätze werden zwar frequentiert, aber nach meinen Beobachtungen nicht längerfristig", sagt sie. "Wohnmobilisten möchten auch mal Tisch und Stühle raus stellen." Hierzu fehle an beiden Orten ein geeignetes Ambiente oder Schattenplätze."Das Gelände neben dem Freibad ist einfach ein idyllischer Ort", findet die Witzenhäuser Politikerin.

Freizeitmöglichkeiten in der Nähe

"Der Standort Am Sande vereint viele Vorteile, nicht nur für die Urlauber, sondern im Wesentlichen auch für die Stadt", so Oetzel. Für den Stellplatz spräche die unmittelbare Nachbarschaft zum Freibad, die diesem auch mehr Badegäste bringen könnte. Der Zugang zu Toiletten sei außerdem ein nicht zu unterschätzender Faktor für Wohnmobilisten, weiß Oetzel. Dies sollte bei der Planung der neuen sanitären Anlagen am Freibad berücksichtigt werden. Weitere Pluspunkte seien die Nähe der Werra-Auen, der Fahrradweg und die Wandermöglichkeiten am Johannisberg."Wohnmobilisten kommen manchmal Nachts an und fahren irgendwann wieder los", weiß Oetzel. Man möchte ungebunden bleiben – aus diesem Grunde steuere diese Zielgruppe zumeist auch keinen Campingplatz an.

Bau- und Verkehrsausschuss am Dienstag, 27. Januar

Beate Oetzel wird ihre Vorschläge mittels einer Power-Point-Präsentation in die kommende Bau- und Verkehrs-Ausschuss-Sitzung einbringen. Diese findet am kommenden Dienstag aum 19 Uhr im Rathaus statt und ist öffentlich.

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