Zahl der Flüchtlinge in Hessen wird sich verdoppeln

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In Hessen werden bis Ende des Jahres ca. 58.000 Flüchtlinge untergebracht, bisher sind es rund 30.000.

Hessisch Lichtenau/ Wiesbaden. Bisher sind in Hessen rund 30.000 Flüchtlinge untergebracht. Diese Zahl wird sich aber nach Angaben des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration bis Ende des Jahres fast verdoppeln, wie es auf Anfrage mitteilte. Man gehe von 58.000 Menschen aus, die in Hessen in Erstaufnahme-Einrichtungen untergebracht werden.Hessens Sozialminister Stefan Grüttner  sprach in einem Interview mit der Deutschen Presse Agentur (dpa) sogar von bis zu 100.000 Flüchtlingen, die bis Jahresende in Erstaufnahme-Einrichtungen ankommen könnten. Gleichzeitig würde aber auch etwa die Hälfte dieser Menschen auf andere Bundesländer verteilt. Die Flüchtlinge werden nach dem "Königssteiner Schlüssel" zugewiesen. Demnach muss Hessen rund 7,35 Prozent der Flüchtlinge in Deutschland aufnehmen."Wir wollen keine Flüchtlinge im Winter in Zelten unterbringen. Daher prüfen wir zurzeit 80 Standorte für wintertaugliche Einrichtungen", erklärte Mareike Schmidt von der Pressestelle des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration auf Anfrage.In Hessisch Lichtenau wird gerade im Gewerbegebiet Senkefeld an einem Erstaufnahmestandort gearbeitet. "Die ursprünglichen Planungen hatten vorgesehen, diesen bis Ende September zu errichten", erklärte Harald Merz, Sprecher des Regierungspräsidium Kassel (RP). Doch inzwischen gehe man davon aus, das diese Einrichtung erst Anfang oder Mitte Oktober fertig sein wird.Wann die Zeltunterkünfte in Hessen, daher auch die in Hessisch Lichtenau, abgebaut werden ist unklar, denn sowohl das RP und das Ministerium erklärten: "Wir müssen die aktuellen Entwicklungen abwarten."Harald Merz vom RP erklärte aber auch, dass man an den bisherigen Planungen von 1.000 bis 1.250 Plätzen in der Erstaufnahmeeinrichtung im Senkefeld festhalte. "Andere Informationen sind mir im Augenblick nicht bekannt", so Merz. Klar ist im Augenblick nur, dass sich die Situation stündlich ändert und auch die Prognosen permanent korrigiert werden.

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