Zeltunterkunft für Flüchtlinge bleibt im Winter geschlossen

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Die Zeltunterkunft für Flüchtlinge in Hessisch Lichtenau bleibt im Winter geschlossen. Stadt bekommt rund 750.000 Euro.

Hessisch Lichtenau. Lichtenaus Bürgermeister Jürgen Herwig teilte nun in einer Pressekonferenz die Zahlen mit, die im Vertrag mit dem Regierungspräsidium festgelegt wurden.Somit wird die Grundfläche der Erstaufnahmeeinrichtung im Senkefeld von 20.000 auf 34.000 Quadratmeter erhöht. "Man möchte hier aufgrund der Erkenntnisse für eine Aufgelockerte Unterbringung der Flüchtlinge sorgen. Daher benötigt man mehr Fläche. Das bedeutet auch, dass nicht mehr Flüchtlinge untergebracht werden, als geplant", so Herwig. Und der Bürgermeister weiter: "Im Normalbetrieb werden maximal 1.000 Flüchtlinge untergebracht. Im Notfall können vorübergehend bis zu 1.500 Menschen dort leben."

Zeltunterkunft bleibt im Winter geschlossen

Die zweite wichtige Mitteilung von Herwig war, dass die Zeltunterkunft auf dem Hartplatz im Winter nicht genutzt wird. "Im Winter wird dort kein Flüchtling leben", so Herwig.Die Stadt selbst wird durch die Vermietung des Areals Pachteinnahmen erzielen und zusätzlich 350 Euro vom Land pro Flüchtling erhalten. Für die 1.000 Flüchtlinge bekommt man somit rund 350.000 Euro. Durch die Summe sollen entstehende Mehrkosten für die Stadt, die durch die Flüchtlinge entstehen, abgedeckt werden.An Pacht für das Gelände wird die Stadt rund 400.000 Euro erhalten. Insgesamt erhält Hessisch Lichtenau somit im kommenden Jahr rund 750.000 Euro."Natürlich profitiert die Stadt von den Pachteinnahmen, doch an vielen Standorten ist es so, dass häufig private Investoren dass Geld bekommen, etwa wenn Baumärkte verpachtet werden, oder Feriendörfer. In unserem Fall gehört das Gelände nun einmal der Stadt", erklärt der Bürgermeister.Das bisher Geschätzte Haushaltsdefizit von 547.000 Euro für 2016 könnte somit deutlich geringer ausfallen und bei nur noch rund 147.000 Euro liegen. Im besten Fall könnte sogar ein Überschuss generiert werden.Die Erstaufnahmeeinrichtung im Senkefeld sowie die Zeltunterkunft wären Einrichtungen des Landes Hessen. Somit sei die Verwaltung der Stadt nicht dafür zuständig, so Herwig.

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