Mehr Mädels am Ball

Werra-Meißner. Noch knapp eine Woche läuft die Aktion "Mehr Mädchen auf den Rasen!" der AOK Hessen, an der sich alle Vereine mit Mädchen

Werra-Meißner. Noch knapp eine Woche läuft die Aktion "Mehr Mädchen auf den Rasen!" der AOK Hessen, an der sich alle Vereine mit Mädchenmannschaften bewerben können. Die ersten Förderpakete wurden bereits im Juni an Fußballvereine verteilt. Unter den Begünstigten ist auch der FC Großalmerode welcher sogar die Premium-Variante im Wert von über 5.000 Euro erhält. Durch spezielle Schulungen und Zuschüsse soll vor allem die Qualität des Trainings deutlich verbessert werden. Bei der heutigen offiziellen Übergabe waren viele Fußball-Mädchen dabei.

Über 100 Vereine würden in diesem Jahr gerne von der AOK Hessen gefördert werden, doch nur 25 von ihnen bekommen eines von drei Paketen. Der FC Großalmerode ist nun der erste nordhessische Club, der zwei C-Trainer-Lizenzen ab Frühjahr 2014, 1.000 Euro für einen Vereinstrainer, eine zusätzliche Qualifizierung in Grünberg, drei Mentorenbesuche des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV), einen Erste-Hilfe-Koffer und einen 500-Euro-Gutschein für Trainingsausrüstung erhält. "Darüber hinaus packen wir noch einen kompletten Trikotsatz für die Mädchenmannschaft drauf", fügt der regionale AOK-Chef Klaus Herwig an.

Die umfängliche Unterstützung geht auf eine Kooperation mit dem HFV zurück, die vor mehreren Jahren begann und 2013 beträchtlich ausgeweitet wurde. Clubs, die eine Mädchenmannschaft aufbauen oder bei der Stange halten wollen, brauchen einen langen Atem – und natürlich finanzielle Mittel. Hinzu kommt, dass die Trainer, nicht selten engagierte Väter, über eine entsprechende Qualifizierung verfügen sollten.

Fußball ist die beste Prävention

"Es geht um einen sinnvoll dosierten Schub an der richtigen Stelle, damit das Training auch noch ein halbes Jahr später abwechslungsreich bleibt, die Mannschaft einigermaßen erfolgreich ist im Ligenbetrieb", erklärt Herwig. Zudem sei Fußball im Verein ein idealer Bewegungssport und somit die beste Prävention, zusätzlich würden noch soziale Kompetenzen geschult werden", so Herwig.

Konkret profitieren die C-Juniorinnen der Vereins von der Unterstützung. Gesamtjugendleiter Andreas Stenzel hält die Zuwendung der AOK Hessen für eine sinnvoll angelegte Investition: "Unsere Mädchen sind voller Elan, gleichzeitig ist jede Hilfe – vor allem zur noch stärkeren Professionalisierung des Trainings – willkommen."

So bekommt man Hilfe von der AOK

Bewerbungen für die restlichen Förderpakete sind noch bis zum 13. Juli 2013 möglich. Die Anmeldung ist unter www.aok.de/hessen/maedchenfussball abrufbar. Einzige Voraussetzung: Der Verein muss mindestens eine Mädchenmannschaft zum Ligenbetrieb angemeldet haben.

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