Mehr Menschen im Februar ohne Job - Arbeitslosenquote bei 7,6 Prozent

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Kassel/Werra-Meißner-Kreis. Die Zahl der Arbeitslosen hat im Agenturbezirk Kassel erwartungsgemäß saisonbedingt zugenommen.

Kassel/Kassel-Land/Werra-Meißner. Die Zahl der Arbeitslosen hat im Februar erwartungsgemäß saisonbedingt zugenommen (plus 207) und beläuft sich aktuell auf insgesamt 20.933. Der Anstieg betraf vornehmlich den Bereich der Arbeitslosenversicherung und lässt sich hauptsächlich durch witterungsbedingte Entlassungen in der Baubranche und anderen Außenberufen erklären. Demgemäß verzeichnete die Agentur für Arbeit Kassel innerhalb Monatsfrist eine Zunahme um166 auf 6.846 arbeitslos gemeldete Personen, die Jobcentern hingegen nur um 41 auf 14.087. Die Arbeitslosenquote blieb stabil bei 7,6 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 7,7 Prozent.

Dass der Anstieg in erster Linie saisonale Gründe hat und nicht konjunkturell bedingt ist, führt Detlef Hesse, Leiter der Arbeitsagentur Kassel, vor allem auf die zum zweiten Mal in Folge steigenden Stellenzugänge im Vorjahresvergleich zurück. Dies könnten erste Anzeichen für die positiven Konjunkturerwartungen der Forschungsinstitute sein.

Die Arbeitslosigkeit entwickelte sich in den Regionen der Agentur für Arbeit Kassel unterschiedlich. In der Stadt Kassel ist die Zahl der Arbeitslosen im Februar um 92 auf insgesamt 10.257 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 92 Menschen weniger betroffen. Die Arbeitslosenquote lag bei 10,3 Prozent (Vorjahr 10,7 Prozent). Im Landkreis Kassel nahm die Arbeitslosigkeit innerhalb der letzten vier Wochen um 49 Personen auf 7.036 zu und seit Februar 2013 um 387. Damit ist der Landkreis der einzige, bei dem es im Vergleich zum Vorjahr eine Erhöhung gab. Die Arbeitslosenquote lag hier bei 5,7 Prozent (Vorjahr 5,4 Prozent). Im Werra-Meißner-Kreis wurden von Januar auf Februar 69 Personen mehr arbeitslos registriert. Zum Vorjahresmonat waren es 83 weniger. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,2 Prozent (Vorjahr 7,4 Prozent).

Die weiteren Aussichten werden seitens des Agenturleiters verhalten positiv bewertet, wobei entscheidend sein wird, wie sich die Frühjahrsbelebung ab Mitte April in der Region auf die Beschäftigungssituation auswirken wird. Es bleibt abzuwarten, ob sich die deutsche Wirtschaft in der wechselhaften Großwetterlage der Weltwirtschaft tatsächlich behauptet.

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