Mehr Tote bei weniger Unfällen: Polizeidirektion Eschwege gibt Verkehrsbericht bekannt

Die Zahl der Verkehrsunfälle im Werra-Meißner-Kreis (WMK) ist im vergangenen Jahr gesunken. Dies teilte die Polizeidirektion Eschwege während der Vorstellung des Verkehrsberichtes 2018 vor.

Werra-Meißner. Die guten Nachrichten zuerst: Die Zahl der Verkehrsunfälle im Werra-Meißner-Kreis (WMK) ist im vergangenen Jahr gesunken: Während in 2017 von den Beamten der Polizeidirektion Eschwege noch 2290 Unfälle registriert wurden, waren es in 2018 mit 2268 etwa ein Prozent weniger. Auch die Zahl der Schwerverletzten sank von 83 auf 66, was ein erfreuliches Minus von 20 Prozent ausmacht.

Alles andere als erfreulich sei hingegen die Zahl der Getöteten, sagte der Leiter des Regionalen Verkehrsdienstes, Polizeihauptkommissar Frank Grubbe: „Leider ist die Zahl in 2018 von bisher drei auf fünf Personen angestiegen, was satten 66 Prozent entspricht.“ Da man aber bei den fünf Unfällen mit tödlichem Ausgang jeweils gänzlich unterschiedliche Ursachen, Zeiten und Orte verzeichnete, könne man keine objektiven Rückschlüsse ziehen, dass es gefährlicher auf den Kreisstraßen geworden sei. Dazu seien die weiteren Kategorien des Verkehrsberichtes 2018 zu positiv, da neben dem Rückgang aller Unfälle sowie der Schwerverletzten auch weniger Unfallfluchten verzeichnet wurden. Ebenfalls positiv sei, dass der seit Jahren anhaltende Trend stets gestiegener Wildunfälle endlich sein Ende fand. Mit 705 Wildunfällen (Vorjahr 704) sei die Zahl erstmals nach langer Zeit wieder konstant, so Grubbe weiter.

Mehr Unfälle mit Kindern

Gestiegen wiederum sind sowohl die Zahlen bei den Unfällen mit Leichtverletzten (um knapp elf Prozent) von 277 auf 307 als auch die der Unfälle mit Kindern auf 26 (Vorjahr 19). Dieser Entwicklung angepasst hat sich auch die Bilanz der Gesamtschadenssumme aller Unfälle: Sie stieg um gut 600.000 Euro von 5.591.000 auf 6.199.000 Euro.

Eine interessante neue statistische Auswertung präsentierte Grubbe ebenfalls bei der Vorstellung des Verkehrsberichts 2018: Die sogenannte Schadensuhr erfasst, alle wie viel Tage/Stunden oder Minuten ein Unfall der genannten Kategorie passiert ist.

Dabei kam unter anderem folgendes heraus:

• alle 3:50 Stunden wurde ein Unfall aufgenommen

• alle 21:11 Stunden wurde ein Mensch leicht oder schwer verletzt

• alle sieben Tage und acht Stunden wurde ein Unfall unter Alkohol- und Drogeneinfluss verursacht

• alle 73 Tage verunglückte jemand auf den Straßen tödlich

Insbesondere die letzten Zahlen zeigen deutlich, dass die verschiedenen Bemühungen der Beamten, insbesondere bei den Geschwindigkeitskontrollen, nicht nur richtig, sondern auch enorm wichtig sind.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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