Millionen für Familien

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Eschwege. Sozialdezernent Reiner Brill will Eschwege attraktiver für Familien machen.

Eschwege. Familien müssen gefördert und unterstützt werden. Daran lässt Eschweges Stadtkämmerer und Sozialdezernent Reiner Brill keinen Zweifel. Familienpolitik ist für den studierten Sozialpädagogen und Sozialbetriebswirt aber nicht nur Sozial- sondern auch Standortpolitik.

Familien bringen Geld in die Kommune. Über den privaten Konsum und über Investitionen stärken Familien die Wirtschaft. Zudem werden gut qualifizierte Eltern als Arbeitskräfte in den heimischen Unternehmen dringend benötigt, um dem Fachkräftemangel entgegen wirken zu können.

Reiner Brill setzt, um Eschwege zu einem attraktiven Ort zum Aufwachsen und Leben für jung und alt zu machen, auf eine zeitgemäße Familienpolitik, die fünf Handlungsfelder umfasst.

Zuerst nennt er den Bereich "Familie und Arbeitswelt". Hier liegt der Schwerpunkt auf qualitativ hochwertigen Betreuungsplätzen für Krippen- Kindergarten- und Grundschulkindern sowie verlässlichen Angeboten in den Ferien. Insgesamt rund 2,3 Millionen Euro wendet die Stadt an Eigenmitteln für die Angebote auf.

Neben der Betreuung sind "Bildung und Erziehung" sowie "Beratung und Unterstützung" zwei weitere Handlungsschwerpunkte städtischer Familienpolitik. Hierfür plant die Stadt jährlich rund 371.00 Euro im Haushalt ein. Ein Großteil des Geldes sind Zuschüsse für freie Träger, wie der Soziale Stadtteilladen, die Familienbildungsstätte oder die Werkstatt für junge Menschen. Aber auch Vereine wie die Musikschule Werra-Meißner, das Junge Theater oder der Kreisjugendring werden mit städtischen Mitteln unterstützt, um attraktive Angebote für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern machen zu können.

Spielplätze, Sportanlagen und Jugendräume

Wichtig ist der Kreisstadt zudem, dass für Familien das Wohnumfeld qualitativ gut gestaltet ist, damit Familien sich wohl fühlen. Hierzu gehören Spielplätze, Sportanlagen und Jugendräume ebenso wie Naherholungsgebiete, ein funktionierender ÖPNV oder eine gut ausgestattete Stadtbibliothek und kulturelle Angebote.Allein für die Bereiche ÖPNV und Kultur wendet die Stadt jährlich über 770.000 Euro auf, um als Wohnstandort punkten zu können.

Dagegen nehmen sich die knapp 70.000 Euro im fünften und letzten Handlungsfeld der Eschweger Familienpolitik relativ bescheiden aus. Tatsächlich ist der finanzielle Aufwand für die Förderung Bürgerschaftliches Engagement und für Senioren aber bedeutend höher, rechnet man hier die freiwilligen Zuschüsse für Vereine und Verbände sowie die Aktivitäten der städtischen Seniorenwohnheime mit ein.

"Insgesamt sind wir zwar längst noch nicht perfekt, aber wir sind auf einem guten Weg zu einer familiengerechten Kommune", lautet das Fazit von Reiner Brill. "Unser Ziel muss es sein, allen Kindern und Familien ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen. Jedes Kind muss seine Talente und Fähigkeiten entwickeln können, um einen guten Schulabschluss zu machen und beruflich seinen Weg zu gehen", meint der Sozialdezernent.

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