Millionen-Gewinn trotz steigender Kosten

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VR-Vorstand Uwe Linnenkohl.

VR-Bank: Vorstand stellte Mitgliedern Bilanz 2012 vorWerra-Meißner. Zufrieden zeigten sich die VR-Bank-Vorstände Uwe Linnenkohl und Stefan Fross mit

VR-Bank: Vorstand stellte Mitgliedern Bilanz 2012 vor

Werra-Meißner. Zufrieden zeigten sich die VR-Bank-Vorstände Uwe Linnenkohl und Stefan Fross mit dem zurückliegenden Geschäftsjahr. Einen Gewinn von 2,8 Millionen konnten sie den Vetretern der Genossenschaftsbank am Mittwoch in der Stadthalle Eschwege präsentieren. Über eine Dividende von vier Prozent, gleichbedeutend mit der Ausschüttung von 474.000 Euro, können sich die Mitglieder der heimischen Bank freuen.

Doch der Abend war trotz eines guten Jahresergebnisses nicht nur von Freude geprägt, denn der Vorstand legte den Finger auch in die Wunden."Wir müssen uns mit einer wahren Flut an neuen Anordnungen und Regularien befassen, die für einen extrem hohen Arbeitsaufwand und vor allem für höhere Kosten  in unserer Verwaltung sorgen", so Fross, der die Kosten der "Regulierungswut" mit 700.000 Euro im abgelaufenen Jahr beziffert.

Geld ist bei VR-Bank sicher

Für die Kunden bestehe aber überhaupt kein Grund zur Sorge. Nicht nur, weil die Bank trotz schwieriger rahmenbedingungen ein erfolgreiches Jahr hinlegte, sondern auch weil die Spareinlagen durch die genossenschaftliche Einlagensicherung zu hundert Prozent sicher. "Eine Genossenschaftsbank kann nicht pleite gehen. Wer Sicherheit will, muss zu uns kommen", sagt Fross. Denn das Geld der Kunden sei bei anderen Banken alles andere als sicher, da die Haftung des Staates für Spareinlagen ein einziges Märchen sei.

In Zukunft auch abends für die Kunden da

In Zukunft setzt die VR-Bank vermehrt auf das Online-Geschäft. Eine neue Homepage, die Mitte August an den Start geht, soll das Abschließen von Bankgeschäften auch ohne persönlichen Besuch in einer Filiale ermöglichen. "Wir streben die Verknüpfung von realer und virtueller Welt an", so Fross. Dazu gehöre auch, die großzüzigen Servicebreiche in den Geschäftsstellen zu verkleinern und die Präsenz der VR-Bank-Mitarbeiter für die Kunden auch in den Abendstunden zu gewährleisten.

"Gute Jahre nutzen"

VR-Bank großer Wirtschaftsfaktor für die Region

Werra-Meißner. Trotz fallender Gewinne und zunehmender Konkurrenz legte die VR-Bank wieder ein erfolgreiches Jahr hin. So konnte das Eigenkapital der Bank um 20 Prozent auf 87 Millionen Euro gesteigert werden. "Wir müssen die guten Jahre nutzen, um unser Eigenkapital aufzustocken", so Vorstand Uwe Linnenkohl.

Die Bilanzsumme der Bank konnte um elf Prozent auf 970 Millionen Euro gesteigert werden. Minimal rückläufig war dagegen das Kreditgeschäft. Insgesamt belaufen sich die Forderungen an die Kunden auf 409 Millionen Euro. Während Immobilien-Kredite an Privat- und Firmenkunden gesteigert werden konnten, ist im Bereich der Kommunalkredite ein deutlicher Rückgang von 22 Millionen zu verzeichnen.

Als "gerade noch zufriedenstellend" bezeichnet Linnenkohl die Summe der Kundeneinlagen. Als Folge des niedrigen Zinsniveaus ging die Nachfrage nach klassischen Sparbriefen, Tagesgeldern und Termineinlagen zurück.

Für die Zukunft prognostizierte Linnenkohl einen erheblich höheren Verwaltungsaufwand. Während die VR-Bank im vergangenen Jahr 68 Cent investieren musste um einen Euro zu verdienen, wird für dieses Jahr bereits eine Steigerung auf 75 Cent erwartet.

Bei der VR-Bank Werra-Meißner arbeiteten im vergangenen Jahr 244 Personen und 23 Auszubildende.

Die Steuerzahlungen der Bank belaufen sich auf 2,8 Millionen Euro. Aufträge an heimische Unternehmen wurden in einer Höhe von 1,65 Millionen Euro vergeben.

Die Steuerleistungen der Mitarbeiter auf 1,7 Millionen Euro. Laut Vorstand hätten die Bank-Mitarbeiter eine Kaufkraft in der Region von 7,4 Millionen Euro.

200.000 Euro spendete die VR-Bank an soziale, gemeinnützige und kulturelle Einrichtungen.

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