Modellvorhaben „Energetische Quartierssanierung" startet in die Umsetzung

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Die Lenkungsgruppe (v.li.) Dr. Rainer Wallmann, Alexander Heppe (Eschwege), Klaus Fissmann (Ringgau), Finn Thomsen (Großalmerode), Lars Böckmann (Herleshausen), Klimamanager Holger Schülbe und Friedhelm Junghans (Berkatal). Im Hintergrund zu sehen ist Brückenhausen, ein Teil des Quartiers in Eschwege.

Sechs Kommunen aus dem Werra-Meißner-Kreis nehmen an der Energetischen Quartierssanierung teil.

Werra-Meißner - Für das Modellvorhaben Energetische Quartierssanierung wurden 1,3 Millionen Fördermittel bewilligt (900.000 Euro von der Kreditanstalt für Wiederaufbau, KwF, 392.000 Euro vom Land Hessen). „Damit können wir nun von der Planungs- in die Umsetzungsphase starten“, gibt Erster Kreisbeigeordneter Dr. Rainer Wallmann bekannt. Er ist Projektleiter der Lenkungsgruppe, der auch die sechs Bürgermeister der betroffenen Kommunen angehören. Holger Schülbe ist als Klimamanager ebenfalls am Projekt beteiligt.

Denn das Vorhaben soll durch gezieltes Sanierungsmanagement so energetisch umgesetzt werden, dass der Ausstoß von Co2 verringert wird. Beteiligt sind sechs Quartiere, die zuvor in der Konzeptphase ausgewählt wurden: Eschwege, Herleshausen, Großalmerode, Witzenhausen, Netra und Germerode. „Bei uns in der Gemeinde Meißner hat sich der Ortsteil Germerode angeboten, weil sich hier ein großes Potential bietet“, sagt Bürgermeister Friedhelm Junghans. Ähnlich verhält es sich in Netra. „Gerade in diesem Ortsteil gibt es viele Häuser unter Denkmalschutz. Das Modellvorhaben passt hier gut ins Konzept“, so Bürgermeister Klaus Fissmann. Im Sinne der Energieeinsparung geht es um energetische Gebäudesanierung, effiziente Energie-Versorgungssysteme und erneuerbare Energien. Weitere Handlungsfelder sind der Städtebau, Wohnen im Alter, Wohnungswirtschaft und die Regionale Wertschöpfung.

Beraten werden private, gewerbliche und kommunale Bauherren. Hierzu werden Fachberater eingestellt, die einerseits eine baufachliche Beratung geben und andererseits Fördermittelberatungen anbieten.

Kümmerer vor Ort

„Viele sanieren oder bauen nicht um, weil die finanziellen Mittel fehlen und wissen gar nicht, welche Fördermöglichkeiten es alles gibt“, sagt Junghans. Hier helfen dann nicht nur die Fachberater weiter, sondern auch die Kümmerer vor Ort. „Sie bauen die Brücken zu den Interessierten und sind in jedem Quartier Ansprechpartner“, sagt Wallmann. Und Alexander Heppe, Bürgermeister von Eschwege, ergänzt: „Die Kümmerer sollen vor Ort Mut machen und informieren, sie sind die Motivatoren.“ Anhand der Beratungen werden dann sogenannte „Individuelle Sanierungsfahrpläne“ erstellt.

Besonders am Modellprojekt ist der interkommunale Ansatz, der sogar im Rahmen der Förderung erweitert werden konnte. „20 Prozent der Beratungsleistungen können somit auch außerhalb der festgelegten Quartiere erbracht werden“, informiert der erste Kreisbeigeordnete. Insgesamt umfasst das Finanzvolumen für das Vorhaben 1,4 Millionen Euro, die Förderquote liegt bei 95 Prozent. Die Laufzeit des Projektes beträgt drei Jahre mit der Option auf zwei Jahre Verlängerung.

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