„Moin Jungs, alles fit?“

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Beeindruckendes Erlebnis für heimischen Fußballnachwuchs im Signal Iduna Park: Zusammen mit den Elite-Kickern liefen sie vor fast 80.000 Fans ins St

Beeindruckendes Erlebnis für heimischen Fußballnachwuchs im Signal Iduna Park: Zusammen mit den Elite-Kickern liefen sie vor fast 80.000 Fans ins Stadion ein

Dortmund/Werra-Meißner. Weihnachten war dieses Mal für elf Jungs aus dem Werra-Meißner-Kreis bereits vergangenen Mittwochabend. Denn sie erlebten einen Abend, wie ihn nur ganz wenige erleben dürfen.

Die elf- und zwölfjährigen Nachwuchskicker vom DFB-Stützpunkt in Bad Sooden-Allendorf liefen beim DFB-Pokalspiel in Dortmund an den Händen der Gästespieler von Hannover 96 ins Signal Iduna-Stadion mit ein – vor fast 80.000 Fans und einem Millionenpublikum vor den Fernsehern.

Für Paul-Luis Bachman, Niklas Holzenleuchter, Axel und Peter Manegold (alle Eschwege 07), Felix Grebenstein, Jonas Winter, Noah Feder (alle Witzenhausen), Loris Schmidt (JSG Pfaffenbachtal/ Schemmergrund), Philipp Hennemuth (BSA/Berkatal/ Kammerbach), Anton Braun (Herleshausen/Nesselröden/ Ulfegrund) und Daniel Rein (Lossetal) war das ein Moment für die Ewigkeit, dem die elf Freunde schon auf der Hinfahrt entgegen fieberten.

"Als das Stadion in Sicht war, wurden wir immer aufgeregter", sagt Paul-Luis Bachman, der als Erster an der Hand von 96-Kapitän Steven Cherundolo ins Stadion einlief.

Cooler kann man nicht antworten

Doch schon in den Katakomben der riesigen Heimstätte des Deutschen Meisters war das Eis gebrochen zwischen den großen Stars und den kleinen Helden. Mit einem "Moin Jungs, alles fit" begrüßte BVB-Star und Nationalspieler Mats Hummels unseren Nachwuchs. Und von der Coolheit eines Anton Braun kann sich wohl manch Bundesliga-Spieler noch eine Scheibe abschneiden. Denn Anton antwortete auf die Frage seines Einlauf-Partners, Christian Pander, wie sie es denn geschafft hätten, hier her zu kommen ohne ein Wimpernzucken: "Wir hatten das Angebot – und haben es halt einfach angenommen."

"Mr. BVB" macht’s möglich

Möglich machte das "Angebot" einer, der in der Region bestens bekannt ist: Heinz-Dieter Ackermann. Der gilt in Nordhessen nicht nur als "Mr. Handwerk", sondern hat als Vertriebsdirektor der Signal-Iduna beste Kontakte zum BVB. "Jährlich bewerben sich 2.000 Mannschaften, um hier einmal einlaufen zu dürfen. Ich bin froh und glücklich, dass es mir gelungen ist, den Jungs aus unserem Kreis das zu ermöglichen", so Ackermann.

Mit dabei in Dortmund waren auch deren Stützpunkttrainer Volker Krumbein (Werleshausen), Rainer Demus (Ermschwerd) und vom Adler aus Weidenhausen, Matthias Gruber, sowie der Chef in Sachen Fußball im Werra-Meißner-Kreis, Kreisfußballwart Horst Schott.

5.000 kickende Kids im Kreis – aber nur elf konnten mit

Der hatte die schwere Aufgabe auszuwählen, welche heimische Mannschaft die Einladung von Ackermanns Signal Iduna annehmen darf. "Das ist nie einfach und man kann es nie allen recht machen, aber mit diesen Jungs haben wir die Richtigen ausgewählt", so Schott, wohlwissend, dass alle 5.000 Jugendkicker im Kreis für solch ein unvergessliches Erlebnis ihr letztes Hemd gegeben hätten.

Nach dem 5:1 der Schwarz-Gelben, das die Jungs von der Tribüne aus verfolgten, ging’s dann mit großen Emotionen und vielen Eindrücken auf die Rückfahrt. "Ihr habt ausgesehen als ob Real Madrid einläuft", rief Heinz-Dieter Ackermann den Jungs zu, die ihre komplett weiße Einlaufkleidung behalten durften.

Die aber trotz der Rundumbetreuung durch Angestellte des BVB und die gigantische Atmosphäre im Stadion mit Blick auf die "Gelbe Wand" (die 25.000 Fans fassende Stehplatz-Südtribüne im Stadion) auch jetzt nicht schwarz-gelb im Herzen tragen. "Einmal Bayern, immer Bayern", sagten Paul-Luis und Felix, der um Mitternacht noch seinen elften Geburtstag im Bus feierte.

Das vorgezogene Weihnachtsgeschenk haben die Beiden und ihre Kollegen aber gerne mitgenommen. Sie hatten ja das Angebot – und haben es halt einfach angenommen, um es mit Antons Worten zu sagen.

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