,Murks und Nichtstun’

+
Gut gelaunt in den Wahlkampf: (v.li.) Hessens SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schaefer-Guembel, die beiden heimischen Landtagsabgeordneten Dieter Franz und Lothar Quanz sowie Moderatorin Gaby Papenburg. Foto: Winter

Wahlkampfauftakt der SPD: schwere Kritik an Regierung – Quanz: Keine Privatisierung der beiden KrankenhäuserEschwege. Nach dem ruhigen Beginn als T

Wahlkampfauftakt der SPD: schwere Kritik an Regierung – Quanz: Keine Privatisierung der beiden Krankenhäuser

Eschwege. Nach dem ruhigen Beginn als Thorsten Schäfer-Gümbel am Mittwoch in Eschwege Privates preis gab (lesen Sie dazu auch "Er brüllte nicht, er plauderte"), ging es zur Sache. Hessens SPD-Chef und die beiden Landtagsabgeordneten Dieter Franz und Lothar Quanz redeten Klartext, sagten was die SPD vorhat und gingen mit der aktuellen Regierung hart ins Gericht. Zuvor begrüßte bereits Eschweges SPD-Ortsvereinsvorsitzender Alexander Feiertag die Gäste im gut gefüllten E-Werk mit den Worten: "Heute beginnt für uns der Wahlkampf."

Thema waren unter anderem die beiden Krankenhäuser in Eschwege und Witzenhausen. "Mit uns wird es keine Privatisierung geben", sagte Quanz. Die oft zu hörenden Argumente, wonach privat geführte Häuser wirtschaftlicher seien und besonders das Krankenhaus in Witzenhausen zu klein sei, entsprächen nicht der Realität. "Es gibt große Häuser mit großen Schulden – unsere beiden Häuser schreiben dagegen schwarze Zahlen", so Quanz, der erneut für den Landtag kandidiert. Pflegepersonal und auch Patienten hätten Einschnitte hinnehmen müssen, trotzdem werde eine überdurchschnittliche medizinische Versorgung geboten.

Die Arbeitsplatzsicherung in unserer ländlichen Region stehe ebenfalls ganz oben auf der SPD-Liste. "Hier wird ein Amt nach dem anderen geschlossen, Jobs gehen verloren und die Regierung fällt durch Nichtstun auf", kritisieren Franz und Quanz. Dasselbe gelte für den Breitbandausbau. "Den brauchen wir endlich flächendeckend, denn daran hängen ebenfalls Arbeitsplätze", so Franz.

Schwer ins Gericht ging Schäfer-Gümbel mit der Regierung beim "Turbo-Abitur". "G 8 in Hessen ist Murks", sagte er. Kinder bräuchten Zeit und Raum auf ihrem Weg zu jungen Erwachsenen. "Wir wollen die sechsjährige Mittelstufe. Und Flexibilität bei der Oberstufe, denn Kindern soll ja die Möglichkeit gegeben werden, auch in zwölf Jahren Abitur zu machen", so der Spitzenkandidat.

Dass am 22. September der Regierungswechsel in Hessen kommt, davon sind die drei Genossen überzeugt: "Man traut uns den Wechsel zu – und wir werden ihn schaffen", rief das SPD-Urgestein Lothar Quanz den gut 100 Gästen am Ende zu.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Ein Fahrzeug der Deutschen Post schleudert bei Sontra in den Straßengraben

Die Kontrolle über ein Fahrzeug der Deutschen Post verlor dessen Fahrer bei Sontra und landete im Straßengraben.
Ein Fahrzeug der Deutschen Post schleudert bei Sontra in den Straßengraben

Schrottsammler richtet in Hessisch Lichtenau Schaden an

Das Schrottsammeln wurde für einen 55-Jährigen aus Espenau im Ort Walburg teuer. Bei seiner Bummelfahrt richtete er 1.000 Euro Schaden an.
Schrottsammler richtet in Hessisch Lichtenau Schaden an

19-Jähriger übersieht Laterne beim Ausparken

Ein Verkehrsunfall ereignete sich beim Ausparken in Bad Sooden-Allendorf, so die Polizei.
19-Jähriger übersieht Laterne beim Ausparken

Busfahrer nimmt Verkehrszeichen mit: Polizei leitet Strafverfahren ein

Der Fahrer eines Linienbusses verfuhr sich am 17. Januar 2020 auf seiner Route in Eschwege und musste daher gegen 17.45 Uhr wenden. Dabei kam es zum Unfall.
Busfahrer nimmt Verkehrszeichen mit: Polizei leitet Strafverfahren ein

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.