Nach außen hui, nach innen pfui

Auf ein paar Worte... von LARS WINTERZugegeben, die Ergebnisse solch einer Kampagne sind schwer messbar. Eher auf Langfristigkeit angelegt, als auf sc

Auf ein paar Worte... von LARS WINTER

Zugegeben, die Ergebnisse solch einer Kampagne sind schwer messbar. Eher auf Langfristigkeit angelegt, als auf schnellen Erfolg. Doch wie wrde Erfolg diesbezglich berhaupt aussehen? Dass sich zehn Familien hier niederlassen, weil sie in Berlin, Kln oder Mnchen die Plakate von Leben-Arbeiten-Wohnen gesehen haben?

Der (bisherige) Ertrag der Kampagne besteht einzig und allein darin, Aufmerksamkeit zu erzielen und zwar bei Menschen und in Stdten, die den Werra-Meiner-Kreis bisher noch nicht einmal vom Namen her kannten, geschweige denn wissen, in welcher Ecke Deutschlands sich Werra und Meiner berhaupt befinden.

Daher wre das Einstellen des Projekts auch der vllig falsche Weg. Die Kampagne setzt mit ihren Fragen und Bildern auf Provokation. Und genauso muss sie auf Penetranz setzen. Nur wer stndig prsent ist, gelangt in die Kpfe der Menschen. Und das ist, wie Siebald und Linnenkohl sagten, auch der Fall. Der Kreis wird wahrgenommen und das ist gut so.

Das groe Problem der Kampagne ist nicht die Aufmerksamkeit, die auerhalb des Kreises erzeugt wird, sondern die fehlende Transparenz innerhalb des Kreises. Bei solch einem Projekt muss man auch die Menschen, die hier leben, mitnehmen. Ihnen muss man die Notwendigkeit und Langfristigkeit deutlich machen. Die Brgerinnen und Brger mssen sich mit der Kampagne identifizieren. Denn nur so wird die Botschaft, wie schn und lebenswert der Kreis ist, auch von den heimischen Brgern nach auen getragen und nicht nur von Plakatwnden an Bahnhfen.

Rauer und Co sollten also nicht nur Ideen entwickeln, wie sie das Projekt auerhalb des Kreises voran treiben knnen, sondern auch, wie sie innerhalb des Kreises mehr ffentlichkeit schaffen. Diese Kampagne sollte auch Selbstvertrauen schaffen. Selbstvertrauen bei den Menschen, die hier leben, damit sie die Vorzge ihrer Heimat dann selbstbewusst nach auen tragen.

Denn eines ist doch Fakt: Wir knnen uns alle in eine Ecke verziehen, jammern und nichts tun. Oder wir knnen mit solchen Manahmen versuchen, die vielen Vorzge des Kreises zu transportieren. Dann aber bitte nicht nur in Berlin, Kln und Mnchen, sondern auch von innen heraus von Eschwege, Witzenhausen und Sontra aus.

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