Nächster "Schnitt" im Klinikum Werra-Meißner

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Witzenhausen. Mit einem scharfen schnipp, schnapp wurde heute Nachmittag die Geriatrie-Station am Witzenhäuser Klinikum-Standort eröffnet

Witzenhausen. Arbeitsreich gestaltete sich das vergangene Jahr im Klinikum Werra-Meißner in Witzenhausen. Die erste große Baumaßnahme konnte nun abgeschlossen werden – die Geriatrie-Station erstrahlt in neuem Glanz und konnte mit rund hundert Interessierten auf dem eigenen Haus und Bürgern eröffnet werden.

"Unsere Geriatrie-Station könnte man als kleine Reha für zwischendurch bezeichnen", erklärte Marianne Magerkurth, stellvertretende Pflegedienstleiterin.

Die Geriatrie bildet als Altersheilkunde einen Zweig der Medizinischen Versorgung im Klinikum in Witzenhausen und auch in Eschwege. Dabei beschäftigt sich das Pflegepersonal sowie die Ärzte mit der Gesundheit im Alter und mit klinischen, präventiven, rehabilitativen und sozialen Aspekten von Krankheiten beim älteren Menschen.

"Insgesamt arbeiten 22 Pflegekräfte hier auf der Station. Davon haben vier eine zusätzliche Qualifikation in der Geriatrie. Unser Chefarzt ist Dr. Uwe Streckenbach, der auch für die Station in der Kreisstadt verantwortlich ist", so Magerkurth. Bei den Arbeiten seien auch Wünsche des Personals erfüllt. Besonders die beengten Verhältnisse in den Duschen seien ein Problem gewesen.

"Die gesamte Station ist wirklich toll geworden und unsere Herzenswunsch, die Veränderung der Bäder, ist man nachgekommen. Was will man mehr", ist sich Fotini Schwarz, Abteilungsleiterin, mit ihren Kollegen einig. "Das erleichtet nicht nur unsere Arbeit, wenn wir Patienten beim Duschen oder dem Toilettengang helfen, auch für die Patienten ist es toll. Denn hier sollen sie nach ihrer Krankheit wieder in die Selbstständigkeit geführt werden", freut sich Pflegerin Sonja Liberty.

Dank für viel Verständnis

Ein Jahr wurde die Station, die 2011 in der Kirschenstadt gegründet wurde, von Grund auf während des Betriebs saniert und bietet nun in den renovierten Räumen 39 Patienten eine angenehme Atmosphäre. "Wir sind den bauausführenden Firmen, unseren Mitarbeitern und auch den Patienten für ihr Verständnis während den Arbeiten dankbar. Das war keine leichte Zeit.

Im laufenden Betrieb solche Arbeiten durchzuführen, ist immer schwierig", so Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Reuß bei der Eröffnung. Besonders dankbar sei man aber den Mitarbeitern des Klinikums, das die Investitionen ohne den Zukunftssicherungsvertrag, bei dem die Angestellten seit längerem auf Lohn verzichten, seien solche Baumaßnahmen für die Zukunft des Standortes nicht möglich.

Rund 1,9 Millionen Euro wurden in die Sanierung, zu der auch der Brandschutz gehörte, investiert. "Mit dieser Eröffnung haben wir erst ein Etappenziel erreicht. Noch über dieses Jahr hinaus, wird am Standort Witzenhausen gebaut und saniert", so Geschäftsführer Christoph Maier.

Schon jetzt würde im Keller fleißig gearbeitet und im Laufe des Jahres sollen die Ambulanz und die Intensivstation saniert werden. "Wir bitten daher schon jetzt um Verständnis und lassen Sie sich durch Veränderungen im Foyer nicht abschrecken", so Maier abschließend.

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