Neubau des Verwaltungszentrums in Eschwege - Sondersitzung des Finanzausschusses

Am Montag findet eine kurzfristige Sitzung des Finanzausschusses des Werra-Meißner-Kreises statt. Hier sollen nochmal alle vorliegenden Informationen zum Verwaltungsneubau offen gelegt werden.

Eschwege - In seiner Sitzung am 24. Juli 2015 hatte der Kreistag des Werra-Meißner-Kreises die Durchführung eines städtebaulichen und architektonischen Wettbewerbes beschlossen. Nach Durchführung dieses Wettbewerbes einschließlich des Verhandlungsverfahrens hat der Kreistag in seiner Sitzung am 7. Juli 2016 den Auftrag zur Planung des Verwaltungszentrums in Eschwege an das Architekturbüro Hufnagel, Berlin, erteilt. Diese Beauftragung umfasste die Leistungsphasen 1 bis 5 (bis Ausführungsplanung) der Honorarordnung für Architekten sowie einen Teil der Leistungsphase 8 (Bauüberwachung).

Im Laufe der durch den Architekten Hufnagel durchgeführten Planungsphase hat sich herausgestellt, dass die festgelegte Investitionssumme von 10,5 Mio. Euro auf 15 Mio. Euro steigen würde. Aufgrund dieser Tatsache wurden mit dem Büro Hufnagel Verhandlungen geführt mit dem Ziel die Mehrkosten zu minimieren. „Das Büro war jedoch nicht bereit, Änderungen an den kostenrelevanten Bauteilen - wie Fassade, Dachlandschaft und Spange zwischen „Forstgasse“ und „An den Anlagen“ - vorzunehmen", stellt Dr. Rainer Wallmann, Erster Kreisbeigeordneter, klar. 

Daraufhin wurde eine Neuplanung des Verwaltungszentrums durch den kreiseigenen Architekten vorgenommen. Nach Abschluss der Neuplanung wurde die Kostenberechnung noch einmal von einem externen Büro überprüft und die Gesamtinvestitionskosten von 12,5 Mio. Euro bestätigt. „In dieser Investitionssumme sind sämtliche bisher angefallenen Kosten einschließlich der Kosten für die Durchführung des städtebaulichen und architektonischen Wettbewerbs sowie die Kosten für den Architekten Hufnagel enthalten. Bis zum heutigen Tage wurden dem Büro Hufnagel rund 590.000 Euro überwiesen", sagt Wallmann. Mit dieser Summe sind die Honoraransprüche des Architekten Hufnagel für die Leistungsphasen 1-5 bezahlt, die Hufnagel als Leistungen seit 2016 bis zur Kündigung erbracht hat. „Weitergehende Zahlungen sind nicht erfolgt und auch nicht geplant."

Alle über die Honorarkosten Hufnagel und den Architektenwettbewerb hinausgehenden bisher durchgeführten Maßnahmen (z. B. Ankauf ehem. Schlosshotel, Abbruchkosten, Gutachterkosten), für die entsprechende Kosten angefallen sind, konnten bei der Neuplanung weiter verwandt werden. Auf Basis dieser Neuplanung mit den Gesamtinvestitionskosten von 12,5 Mio. Euro sowie den entsprechenden Investitionsfolgekosten hat der Kreistag am 22. März 2019 entschieden, den Vertrag mit dem Büro Hufnagel zu kündigen und die nach aktuellem Berechnungsstand günstigere Neuplanung umzusetzen.

„Alle durchgeführten Schritte wurden mit den im Kreistag vertretenen Parteien im Rahmen der interfraktionellen Runde und des Finanzausschusses abgestimmt. Wir stehen für Transparenz und haben über alle Schritte umfassend informiert, diese bleibt auch in Zukunft so.“ Zur weitergehenden Information wird kurzfristig für Montag, den 30. September, ab 10 Uhr zu einer öffentlichen Sitzung des Finanzausschusses in Oberhone eingeladen.

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