Neue Erzieherausbildung startet im nächsten Schuljahr an den Beruflichen Schulen Witzenhausen

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PIA kommt: Elisabeth Franz, Schulleiterin der Beruflichen Schulen Witzenhausen, Dr. Alexandra Volk, Leiterin der Fachschule für Sozialwesen, Miriam Lamotte-Heibrock vom Fachdienst Sozialplanung und Landrat Stefan Reuß stellen das Projekt vor.

Zum Schuljahr 2020/21 bieten die Beruflichen Schulen Witzenhausen erstmals im Landkreis die praxisorientierte, vergütete Ausbildung, kurz PIA, für Erzieher an.

Werra-Meißner-Kreis -  In der Ausbildungsform PIA, die drei Jahre in Anspruch nimmt, findet die schulische und die praktische Ausbildung von Beginn an parallel statt. PIA wurde 2012/2013 erstmals im Land Baden-Württemberg als Modellversuch gestartet und danach auch in weiteren Bundesländern eingeführt. PIA bietet die Möglichkeit in einen erweiterten Personenkreis anzusprechen, nämlich Menschen, die von Anfang der Ausbildung an auf einen Verdienst angewiesen ist, das können auch Quereinsteiger sein. Ein positiver Effekt ist, dass die Auszubildenden während ihrer dreijährigen Ausbildung den Kitas bereits als Fachkräfte zur Verfügung stehen.

Fachkräftemangel entgegenwirken

„Die Beruflichen Schulen Witzenhausen möchten mit diesem Angebot einen qualifizierten Beitrag zum Umgang mit dem Fachkräftemangel im Werra-Meißner-Kreis leisten“, sagte die Schulleiterin der Beruflichen Schulen, Elisabeth Franz und betont, dass die Schule mit der Einrichtung der PIA-Klassen dem Wunsch der Träger der Kindertagesstätten im Kreis nachgekommen ist. Für eine PIA-Ausbildung gelten die gleichen Aufnahmebedingen, wie für die anderen Formen der Erzieherausbildungen. Da bei PIA die Ausbildungsbestandteile komprimiert sind, ist die Ausbildung anspruchsvoller, als die klassische Vollzeitausbildung. PIA ist daher besonders für solche Personen geeignet, die bereits eine andere Berufsausbildung abgeschlossen haben oder Studienerfahrung vorweisen können.

Dr. Alexandra Volk, die Leiterin der Fachschule für Sozialwesen weist auf die Chancen der Ausbildung hin: „Bei PIA sind Theorie und Fachpraxis von beginn der Ausbildung an konzeptionell eng miteinander verzahnt.“ Dies würde durch die frühe und verstärkte Erprobung von theoretischen Inhalten in der Praxis erreicht. „Wir sind sehr froh, dass dem Wunsch der Träger nach einer PIA-Ausbildung so schnell entsprochen werden konnte, denn wir haben im Kreis dringenden Bedarf an Erziehern“, sagte Landrat Stefan Reuß bei der Vorstellung des neuen Ausbildungsgangs. Es fehlten im Landkreis viele Kitaplätze und allein drei Kitas würden im nächsten Jahr neu gebaut, auch dafür suche man derzeit dringend Personal.

Interessierte Bewerber können beim Info-Gespräch am 12. Dezember um 17 Uhr in den beruflichen Schulen mehr zu PIA erfahren.

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