„Nicht nur Backen oder Schmücken": Landfrauen organisieren Vortragsreihe zum Thema Abfall

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In Sontra im Hotel Link fand der erste Vortrag zur Reihe statt. Hier zu sehen ist die 1. Vorsitzende des Bezirksverbandes, Bärbel Stahr.

Der Bezirksverband der Landfrauen will aufräumen, und zwar mit dem Klischee des Altbackenen. So seien die Landfrauen eben nicht nur zum Backen da, sondern setzen sich für alle Frauen auf dem Land ein.

Sontra/Eschwege - „Bei den Landfrauen heißt es nicht nur Backen oder Orte aufräumen“, sagt Helga Reimuth vom Bezirksverband der Landfrauen im Altbezirk Eschwege. Der Verband will Aufräumen mit den Vorurteilen. „Wer meint, wir würden nur backen und seien altbacken, der irrt sich“, betont die Vorstandsfrau. So setzen sich die Landfrauen für alle Frauen ein, vor allem für Weiterbildung und Schulung.

Derzeit veranstalten sie gemeinsam mit Gabriele Maxisch, der Umweltberaterin des Kreises, eine Veranstaltungsreihe zur Abfallvermeidung und Abfalltrennung. Die ersten Vorträge in Sontra und Oberhone fanden bereits statt. „Das Thema ist topaktuell, die Tipps super“, so Reimuth. Themen sind biologisch abbaubare Beutel für Biotonnen, geeignete Verpackungen für den Gelben Sack, Recyclingzeichen und Mikroplastik. Neben dieser Vortragsreihe sind die Landfrauen in mehreren anderen Bereichen aktiv. So werden unter anderem Seminare zum Umgang mit Computern angeboten. „Dort, aber nicht nur dort, würden wir uns freuen, wenn wir von jüngeren Mitgliedern lernen könnten und anders herum.“ Die Landfrauen werben um Frauen im jüngeren Alter, derzeit ist der Altersdurchschnitt im Bezirk 50 Jahre und älter. „Wir möchten gerne auch für die Jüngeren attraktiv sein, das Programm lässt sich zusammen gestalten“, so Reimuth weiter.

Von Oktober bis April treffen sich die Frauen 14-tägig, im Sommer einmal monatlich. „Das ist in ganz lockerer Runde, wie bei einem Stammtisch.“ So müsse man auch nicht bei jeder Veranstaltung anwesend sein. Einmal im Jahr wird eine Fahrt angeboten, in diesem Jahr geht es in die Bretagne und Normandie. „Wir stehen dafür, dass sich alle Frauen weiterbilden können. Landfrauen haben sich zum Beispiel dafür eingesetzt, dass Frauen, die vor 1992 ein Kind geboren haben, mehr Rentenpunkte erhalten. Oder dass der Ernährungsführerschein für vierte Klassen angeboten wird“, sagt Helga Reimuth. Ernährung, Gesundheit und die Erwachsenenbildung seien die Kernziele der Frauen.

Wer Interesse hat, mehr über die Landfrauen und ihre Arbeit zu erfahren, kann sich jederzeit an den Bezirksverband oder die örtlichen Landfrauenvereine wenden. Auch online unter www.landfrauen-eschwege.de gibt es Informationen. Zudem ist eine Schnuppermitgliedschaft möglich.

Die Termine

11. Februar: Amt Oberhone

19. Februar: Abterode Bürgerhaus 

4. März: Dorfgemeinschaftshaus Röhrda

17. März Bischhausen, altes Amtsgericht

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19 Uhr.

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