Nordhessens 100: Studie befasste sich mit den beruflichen Zielen junger Menschen

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Stellen die Ergebnisse der Studie „Nordhessens 100“ vor: Christian Bierschenk (links) mit Finja Mieth und Dr. Lars Kleeberg von der WfG.

Die Studie „Nordhessens 100" befragte Schüler, Auszubildende und Studenten nach ihren beruflichen Zielen und Wünschen. Nun sind die Ergebnisse da.

Eschwege - Für 81 Prozent der jungen Menschen zwischen 15 und 25 Jahren stellt ein sicherer Arbeitsplatz das wichtigste berufliche Ziel dar. Das ist das Ergebnis der Studie „Nordhessens 100“, die Christian Bierschenk im Rahmen seiner Masterarbeit erstellt hat. Unterstützt wurde er dabei von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Werra-Meißner (WfG). Nun liegen die Ergebnisse vor. „Wir haben 459 vollständige Datensätze verwenden können, das ist eine sehr repräsentative Zahl“, sagt Bierschenk. Etwa 5.100 potentielle Teilnehmer, also Schüler, Auszubildende und Studenten aus der Region, gab es. „Für eine Online-Studie ist die Rücklaufquote sehr gut“, sagt WfG-Geschäftsführer, Dr. Lars Kleeberg.

Dabei haben sich einige Kernergebnisse herausgestellt. So streben 60 Prozent der Abiturienten nach dem Abschluss ein Studium an. „Diese Zielgruppe steht also für das Thema Ausbildung gar nicht zur Verfügung. Hier muss sich den Unternehmen die Frage stellen, wann der Zeitpunkt da ist, um auf sich aufmerksam zu machen“, so Kleeberg. Zum Beispiel könnten mehr Ausbildungsplätze mit dualem Studium angeboten werden. Würde es dann noch eine Berufsakademie oder ähnliches vor Ort geben, hätten junge Menschen die Chance, in der Region zu bleiben, so der WfG-Geschäftsführer.

Die Studie stellte auch die beliebtesten Branchen heraus. 30,5 Prozent der Befragten würden nach dem Abschluss gerne im Gesundheits- und Sozialwesen arbeiten. Dahinter platziert sich der Öffentliche Dienst. Auch die Automobilindustrie, Management und Medien sind vorne vertreten. Chemische Industrie, Logistik, Versicherungen und Agrarwirtschaft landen auf den hinteren Plätzen.

Auch ein Arbeitgeber-Ranking war in der Befragung enthalten. Hier hatten die Teilnehmer die Auswahl zwischen regionalen und überregionalen Arbeitgebern. Hier schneiden B.Braun, die Polizei Nordhessen und das Klinikum sehr gut ab. „Dass bei den Schülern vor allem die überregionalen Firmen ganz oben stehen, sich das nach Alter aber dann ändert, zeigt, dass regionale Unternehmen mit ihrer Werbung um Angestellte früher ansetzen müssen“, sagt Kleeberg. So würden sonst viele abwandern, weil sie gar nicht wissen, welche Firmen welche Angebote bieten. „Das ist die Hausaufgabe der Unternehmen. Sich zu präsentieren und als Arbeitgeber vorzustellen“, so Bierschenk. Die Ergebnisse der Studie sind auch unter www.nordhessens100.de  einsehbar.

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