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Die Krisenfestigkeit des Kreises sieht nicht gut ausEschwege. Eine erstmals durchgefhrte bundesweite Untersuchung des Pestel Instituts zur

Die Krisenfestigkeit des Kreises sieht nicht gut aus

Eschwege. Eine erstmals durchgefhrte bundesweite Untersuchung des Pestel Instituts zur regionalen Krisenfestigkeit zeigt den Werra-Meiner-Kreis auf Rang 325 von 412 getesteten Regionen.

Ob Banken kollabieren, Rohstoffe knapp werden oder der Klimawandel die Ernhrungssicherheit bedroht, mag offen bleiben. Sicher ist: Die nchste Krise kommt bestimmt!

Eine bewusste Vorbereitung der Regionen darauf ist bisher eher die Ausnahme. In die Studie wurden 18 Indikatoren aus den Bereichen Soziales, Wohnen, Verkehr, Flchennutzung, Energie und Wirtschaft einbezogen. Die Indikatoren beschreiben die Verletzbarkeit einer Region. Sie zeigen weiterhin, wie gut auch im Krisenfall die Handlungsfhigkeit einer Region oder Stadt durch Flexibilitt, Ressourcenausstattung und Sozialkapital erhalten bleibt.

Bei vier Indikatoren liegt der Werra-Meiner-Kreis im Spitzenbereich, neunmal wurde ein Mittelplatz erreicht und bei fnf Indikatoren reichte es nur fr einen Rang am Ende der Tabelle.

berraschend mag die Bewertung einzelner Indikatoren erscheinen. So wurde im Hinblick auf die Krisenfestigkeit ein hoher Anteil an Industriebeschftigten negativ beurteilt. Die Grnde liegen in der hohen und unmittelbaren Betroffenheit insbesondere der exportorientierten deutschen Industrie von globalen Wirtschaftskrisen. Diese wurde durch die Finanzkrise des Jahres 2008 gerade besttigt.

Insgesamt zeigt die Studie, dass nicht unbedingt internationale Wettbewerbsfhigkeit Sicherheit fr die Zukunft signalisiert. Gerade in der ffentlichen Diskussion eher vernachlssigte Bereiche bieten Schutz vor den Auswirkungen von Krisen. Dezentrale Energieerzeugung, soziale Stabilitt, Verfgbarkeit von land- und forstwirtschaftlichen Flchen und Arbeitspltze vor Ort helfen bei der regionalen Abfederung weit mehr.

In einer komplexen und global vernetzten Welt knnen entfernt entstehende Krisen unmittelbar die Versorgung von Bevlkerung und Unternehmen bedrohen. Selbst eine globale Krise wird tatschlich erst durch die Konsequenzen vor Ort und in der Region sprbar.

Den Kreisen und Stdten kann nur empfohlen werden, sich mit mglichen Krisenszenarien wesentlich intensiver zu befassen als bisher. Starke Regionen sind wichtig als Rckfallpositionen und als prventiver Handlungsraum fr mehr Krisenfestigkeit.

Die vollstndige Liste der Indikatoren finden Sie ab 27. Dezember 2010 unter www.pestel-institut.de.

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