Parteigenossen verabschiedeten Dieter Franz in den landtagspolitischen Ruhestand

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(V.li.) Klaus Fissmann, Thomas Eckhardt, Lothar Quanz, Stefan Reuß, Karina Fissmann, Ralf Hilmes, Dieter und Heidi Franz, Karl-Heinz Schäfer, Torsten Warnecke, Peter Mosebach, Reiner Adam und Knut John.

Dieter Franz hat sich vom Hessischen Landtag verabschiedet. Nun wurde er auch von den Parteigenossen des Kreises offiziell als Landtagsabgeordneter verabschiedet.

Sontra-Berneburg. Das traditionelle Schlachteessen des SPD-Ortsvereines Sontra im Gasthaus Gonnermann am vergangenen Donnerstag nutzten die Parteimitglieder, um Dieter Franz in den landespolitischen Ruhestand zu verabschieden. Symbolisch für seinen jahrelangen Einsatz auch für das Vereinsleben, begrüßten die Silver Lions mit einem Ständchen die Gäste. Dazu zählten neben den neuen Landtagsabgeordneten Karina Fissmann und Knut John, auch der Landtagsabgeordnete Torsten Warnecke, der Landrat Stefan Reuß sowie die Bürgermeister Thomas Eckhardt (Sontra), Ralf Hilmes (Nentershausen), Klaus Fissmann (Ringgau) und Reiner Adam (Waldkappel). Thorsten Schäfer-Gümbel, SPD-Fraktionsvorsitzender im Hessischen Landtag, musste seine Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen.

„Du hast immer gewusst, wo die Sorgen und Nöte der Menschen liegen, weil du immer vor Ort präsent gewesen bist”, richtete der Landrat seine Worte an Dieter Franz. Besonders als feuerwehrpolitischer Sprecher habe er sich immer für die Belange im ländlichen Raum eingesetzt. Viele Jahre seien er und Lothar Quanz zwischen Wiesbaden und dem Werra-Meißner-Kreis gependelt. „Das geht nur, wenn man die Leidenschaft zur Heimat und zur Region hat”, sagte Reuß. „Lange habt ihr uns in Wiesbaden vertreten, habt unser Vertrauen und das unserer Wähler gehabt. Du warst unser Transporteur aller guten und auch schlechten Nachrichten. Mit deinem Einsatz können wir mehr als nur zufrieden sein”, bedankte sich Karl-Heinz Schäfer. Auch die Bürgermeister aus dem Kreis dankten ihm für seinen Einsatz bei Wahlkämpfen, aber auch bei alltäglichen Fragen und Problemen. „Du hast den ländlichen Raum immer sehr unterstützt und die Erdung zum Kreis behalten”, sagte Hilmes.

Der Kreispolitik bleibt Franz auch weiterhin als Vorsitzender des Kreistages erhalten. Im Rückblick auf seine Zeit im Landtag nennt er einige Stationen und Erfolge. So ist ihm der Erhalt der gymnasialen Oberstufe in Sontra wichtig, die Bemühungen um das Schwalbental und der Bau der A44. Auch die Feuerwehrstiftung, die er initiiert hat, liegt ihm sehr am Herzen. „Wenn man die ganzen Jahre mal Revue passieren lässt, merkt man erst, wie schnelllebig die Zeit eigentlich vergeht”, sagte er. Langeweile wird er auch im landespoltischen Ruhestand nicht kennen. „Es wird nicht so kommen, dass er sich auf der Couch lümmelt. Da hätte ich sofort eine Aufgabe für ihn”, schmunzelt Ehefrau Heidi. Bei ihr bedankt sich Dieter Franz besonders für die Unterstützung in den vielen Jahren. „Es war mir eine große Ehre, den Kreis in der Landespoltik zu vertreten. Nun blicke ich auch mit großer Freude auf die nächste Zeit”, so Franz. Die wird im jetzigen Landtag von den neuen Abgeordneten mitgestaltet werden, die einen kurzen Überblick über ihre ersten Eindrücke und Arbeiten gaben. Auch das Thema der Straßenbeiträge wurde angesprochen.

Kritik übten die Politiker am Koalitionsvertrag der Landesregierung, die den ländlichen Raum, vor allem in Nordhessen, sträflich vernachlässige. So spricht der Landrat von sehr viel Prosa, aber wenig Tatsächlichem. „Der Vertrag sieht keine Pläne der A44 zwischen Helsa und Kassel vor. Dort steht lediglich, dass die A44 fertig gebaut wird. Ein Satz dazu”, informierte Stefan Reuß. Man müsse deutlich machen, wie die ländliche Politik bei der Landespoltik verstanden würde und deutlich machen, wo die Verantwortlichkeiten liegen. „Zum Süd-Link oder zur medizinischen Versorgung gibt das Land keine Antworten. Aber das sind die Fragen, die die Menschen beschäftigen”, so Reuß. Nach dem Essen wurden Karl-Heinz Schäfer und Heinz Rabe für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt, bevor die Gäste den Abend bei Gesprächen ausklingen lassen konnten.

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