Planungsalternative eingebracht

Dr. Walter Hoelzel, Vorsitzender „Werra-Weser-Anrainerkonferenz e.V.
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Dr. Walter Hoelzel, Vorsitzender „Werra-Weser-Anrainerkonferenz e.V.

Witzenhausen/Nordhessen. Im Erörterungsverfahren für die Abwasserpipeline der K+S Kali GmbH von Neuhof-Ellers an die Werra haben die Gemeinde Gerst

Witzenhausen/Nordhessen. Im Erörterungsverfahren für die Abwasserpipeline der K+S Kali GmbH von Neuhof-Ellers an die Werra haben die Gemeinde Gerstungen und die Stadt Witzenhausen auf der ersten Sitzung am 28. November in Neuhof-Rommerz eine Planungsalternative eingebracht. Mit dem von DONG Energy geplanten Kraftwerk am Standort Liebenau im Landkreis Hersfeld Rotenburg steht hinreichend Abwärme zur Verfügung, um die gesamten Abwässer aus den Werken Werra und Fulda der K+S Kali GmbH einzudampfen. Prof. Dr. Breuer, der Rechtsvertreter der Kommunen, führte aus, dass sich damit die umstrittene Abwasserpipeline aus dem Fuldarevier an die Werra erübrigen würde; sie könnte gleich zum Kraftwerk führen. Zwei weitere, wesentlich kürzere Rohrleitungen könnten die gesamten Abwässer des Werkes nach Liebenau und das Destillat zurück an die Werra bringen, wo es als Prozesswasser bei der Herstellung des Kalidüngers genutzt werden soll.

Der Vorschlag stieß auf lebhaftes Interesse bei der Genehmigungsbehörde. Auch K+S zeigte sich interessiert und will die Verfahrensalternativen prüfen. Es wurde deutlich, dass dem Unternehmen bisher nur Expertisen zur Verfügung standen, die zur sehr hohen Energiekosten und zu einer sehr ungünstigen CO2-Bilanz kamen. Die damaligen Gutachter haben nur Kraftwerke betrachtet, deren gesamte Energie zum Eindampfen verwendet werden sollte. Außerdem sollten die Eindampfrückstände aufgehaldet werden, wodurch sich immer wieder neue Haldenabwässer gebildet hätten.

Auch am Runden Tisch ist nur dieses untaugliche Modell diskutiert worden. Der jetzige Vorschlag der Gemeinde Gerstungen und der Stadt Witzanhausen ist damit nicht zu vergleichen. Er mündet in ein ökonomisch tragbares Konzept, das als einzige des bislang betrachteten Alternativen auch ökologisch sinnvoll ist. DONG Energy rechnet damit, dass das Kraftwerk innerhalb von zwei Jahren gebaut sein könnte. Es wäre also innerhalb weniger Jahre möglich, die bisherige Entsorgungspraxis der K+S Kali GmbH grundlegend und nachhaltig zu ändern. Der Abstoß von salzhaltigen Abwässern könnte vollständig vermieden werden.

"Damit wären die Anrainer von Werra und Weser nur noch mit den Spätfolgen der Laugenversenkung belastet. Deshalb ist es so wichtig, dass dieser Entsorgungsweg als erster verstellt wird.", so Dr. Walter Hölzel, Vorsitzender der Werra-Weser-Anrainerkonferenz e.V.Der Gemeinde Gerstungen und der Stadt Witzenhausen wurden vom Versammlungsleiter eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen zugesagt. Ab der nächsten Sitzung am 5. Dezember stehen den Kommunen ebenfalls Arbeitstische mit Mikrofonen und Anschlussmöglichkeiten für Computer zur Verfügung. Dies war bisher nur für die Behördenvertreter und für die K+S Kali GmbH vorgesehen.

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