Plastikstühle verboten

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Eschwege. Eschweges Gestaltungssatzung soll das Stadtbild einheitlich machen – Entwurf wird am 27. Februar diskutiert.

Eschwege. "Noch ist nichts in Stein gemeißelt", merkte Bürgermeister Alexander Heppe bezüglich der Gestaltungssatzung für die Eschweger Innenstadt an, über die am Donnerstag, 27. Februar, im Gestaltungsbeirat diskutiert werden soll. Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass es sowohl für Bürger als auch für Gastronomen und Einzelhändler in Zukunft gewisse Vorschriften geben könnte, um ein einheitliches Stadtbild zu erreichen.

Als Beispiel habe man sich unter anderem die Stadt Hameln genommen, die ihre historische Altstadt stückweise auf einen Nenner gebracht hat.

Für Eschweger Gastronomen hieße das dann, dass sich die Außenmöbilierung hinsichtlich Material, Form und Farbe in das Stadtbild einfügt. "Als Farben sind Naturfarbtöne, weiße oder gedeckte Farben zu wählen. Grelle Farben und Signaltöne sind nicht zulässig", heißt es in dem Schriftstück. Und weiter: "Bierzeltgarnituren und Kunststoff-Monoblock-Stühle sind nicht zulässig." Sollte sich die Eisdiele am Marktplatz also neue Stühle anschaffen, müssen sich diese dann dem Stadtbild anpassen.

Sonnenschirmen geht es an den Kragen 

Auch den Sonnenschirmen könnte es dann an den Kragen gehen. "Sonnenschirme für Außengastronomienutzungen sind ausschließlich in einfarbig beiger, pastell- oder sandfarbener Ausführung ohne Werbung und ohne Beschriftungen zulässig", besagt der Satzungsentwurf. Ausnahmen könnten, laut Bürgermeister Heppe, in Absprache mit der Stadt getroffen werden. Das "Hemingway" am Marktplatz beispielsweise verfügt über rote Schirme, die neu angeschafft wurden. Diese können auch nach der neuen Satzung bleiben.

Werbung: ja – überall: nein 

Unzulässig wären zukünftig dann auch serienmäßig hergestellte Werbeanlagen, die ausschließlich der Markenwerbung dienen, ausgenommen in Schaufenstern bis maximal zehn Prozent der Fensterfläche. Auch die vertikale oder schräge Anordnung von Werbeschriften könnten nach Beschluss der Satzung verboten werden.

Auf den Bürger bzw. Hausbesitzer in der Eschweger Innenstadt werden dann auch bestimmte Gestaltungsvorschriften zukommen. So muss sich sowohl die Bauweise des Hauses als auch Dächer, Fassaden und Fenster in das Stadtbild einfügen.

"Ziel dieser Satzung ist es, notwendige Veränderungen und Erneuerungen der Bausubstanz sowie die Gestaltung von Neubauten, Werbeanlagen und Freiflächen so zu regeln, dass sie sich in die historisch gewachsene Altstadt einfügen und die bestehende Denkmalsubstanz angemessen berücksichtigen", so der Bürgermeister.

Des Weiteren würde die Satzung vorsehen, dass vorsätzlich oder fahrlässige Verstöße gegen die Bestimmungen mit einer Geldbuße geahndet werden.

Ob und wie die Gestaltungssatzung greift, wird sich entscheiden, sobald die Gremien gemeinsam darüber diskutiert und abgestimmt haben.

Lesen Sie auch den Kommentar zum Thema "Überspannt den Bogen nicht im Eschweger Rathaus"

 

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