Polizei rät zur Vorsicht: "Teerkolonnen" sind im Werra-Meißner-Kreis unterwegs

Eine sogenannte "Britische Teerkolonne" ist im Kreis an mehreren Orten vorstellig gewesen, um Teerarbeiten und andere Dienstleistungen anzubieten. Die Polizei rät zur Vorsicht.

Werra-Meißner-Kreis - Donnerstagnachmittag gegen 15.30 Uhr sind in der Sudetenstraße in Hessisch Lichtenau offenbar Arbeiter einer sogenannten "Britischen Teerkolonne" bei einem Einwohner vorstellig geworden und haben Teer-Arbeiten zur Verrichtung angeboten. Der angesprochene Grundstücksbesitzer hat sich in dem Fall allerdings nicht auf weitere Diskussionen eingelassen und die Männer weggeschickt.

Von einem ähnlichen Vorfall am Mittwochnachmittag wird berichtet, wo in unterschiedlichen zeitlichen Abständen zwischen 14 Uhr und 17 Uhr Fahrzeuge mit britischer Zulassung bei einem Zimmereibetrieb in der Hilberlachestraße in Bad Sooden-Allendorf vorgefahren seien.

Die Fahrzeuge seien jeweils mit mehreren Männern besetzt gewesen, welche dann in gebrochenem Deutsch bei dem Betrieb diverse Werkzeuge zum Verkauf angeboten haben sollen. Dort hatte man sich aber nicht weiter mit den Männern eingelassen, wonach diese dann die Örtlichkeit wieder verließen. Unterwegs waren die Männer in einem Fall mit einem alten weißen Mercedes Vito. In einem anderen Fall sei ein blauer Kastenwagen benutzt worden. Zudem ist ein einmal ein grüner und einmal ein grauer Pritschenwagen aufgefallen. Zu den Kennzeichen oder den Fahrzeuginsassen ist nichts weiter bekannt.

Erfahrungen mit derartigen Arbeitern, die oftmals Ausbesserungen an Haus und Grundstück in Form von Teer-Arbeiten, Dachrinnensanierungen o.ä. anbieten, haben in der Vergangenheit allerdings gezeigt, dass deren angebotenen Waren und Dienstleistungen oftmals unseriöser Natur sind und im Nachgang nicht selten zu Problemen geführt haben. Daher rät die Polizei bei entsprechenden Angeboten zur besonderen Vorsicht.

Für derartige Fälle gibt die Polizei folgende Tipps

-Lassen Sie nur Handwerker / Arbeiter in ihre Wohnung, ihr Haus oder auf ihr Grundstück, die sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt worden sind.

-Lehnen Sie jegliche Angebote von Wanderarbeitern ab, die ihnen spontane Bauarbeiten und Dienstleistungen auf ihrem Grundstück (insbesondere Dach- und Pflasterarbeiten) anbieten.

-Tatsächlich sofort angefangene Arbeiten dienen meist nur als Täuschung und werden nicht beendet.

-Derartige Arbeiten werden regelmäßig unfachmännisch, fehlerhaft und unvollständig ausgeführt. Eine spätere Instandsetzung ist oftmals teurer und aufwändiger, als vorher.

-Zahlen Sie niemals Geld im Voraus.

Rubriklistenbild: © Goss Vitalij - Fotolia

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