Ein Rasenmäher für sechs Vereine

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Hessisch Lichtenau. Die Vorsitzenden von sechs Sportvereinen sind sich einig: "Hier wird am falschen Ende gespart".

Hessisch Lichtenau. Seit die Stadt Hessisch Lichtenau unter dem Kommunalen Schutzschirm steht wird konsequent der Rotstift angesetzt. So auch bei der Pflege der Sportplätze. "Es stellt sich nur die Frage, ob man da nicht am falschen Ende spart? Immerhin werden insgesamt rund 500 Personen von unseren sechs Vereinen betreut, darunter sind 300 Jugendliche", erklären die Vorsitzenden der TSG Fürstenhagen, Rot Weiss Fürstenhagen, FV Lichtenau, Spvgg Hopfelde/Hollstein, ESV Walburg und SG Meißner bei einem Treffen in Walburg.

Aktuell müssen die Vereine die Sportplätze mit eigenem finanziellen und personellen Aufwand pflegen.So rücken etwa die Mitglieder des ESV Blau-Weiß Walburg regelmäßig mit fünf handelsüblichen Gartenmähern an, um zuerst den Platz zu mähen und anschließend das Gras zusammen zu rechen."Bis zu fünf Stunden dauert diese Arbeit", erklärt Friedhelm Koch, Vorsitzender des ESV.Und Thomas Krause vom TSG Fürstenhagen fügt hinzu: "Einzigartig in ganz Deutschland, dass die ehrenamtlich tätigen Vereine ihre Sportplätze mit eigenen Gerätschaften und eigenen zeitlichen und finanziellen Aufwand pflegen müssen."Dadurch dass die Stadt die Sportplätze nicht mehr mäht werden etwa 23.000 Euro eingespart.

Eine Lösung bietet die Stadt den Vereinen an: "Es wird ein Großflächenmäher für die Vereine bereitgestellt, diese müssen sich absprechen, wer den Mäher wann benutzen kann", erklärt Lichtenaus Bürgermeister Jürgen Herwig. Und weiter: "Die Stadt Hessisch Lichtenau muss leider überall sparen und die Stadtverordnetenversammlung hat in diesem Fall so entschieden. Würde ich jetzt eigenmächtig eine neue Regelung schaffen, würde ich gegen geltendes Recht verstoßen. "

Die Vorsitzenden der Vereine lehnen die aktuelle Regelung jedoch ab: "Der Mäher ist veraltet und technisch nicht in Ordnung, die Lösung ist schlicht unpraktikabel. Zudem ist nicht geklärt, wer die Verantwortung im Falle eines Schadens trägt. Das haben wir aber auch dem Bürgermeister mitgeteilt. Ein weiterer Stein, der in den Weg des Vereinsleben gelegt wurde, ist die Streichung sämtlicher Vereinsförderungen. Die ist dazu da, Unterhaltungskosten wie Strom-, Wasser- und Heizkosten teilweise zu decken."

Die Vorsitzenden der Vereine hoffen, dass man noch in diesem Jahr eine bessere Lösung für die "Rasenmäher-Situation" finden wird und appelieren an die Stadtverordneten sowie den Bürgermeister, eine entsprechend praktikable Lösung zu finden.

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