Rasse statt Masse

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Dorothee Kolinger vom Wiener Café beherbergt bis zum 9. Oktober die Ausstellung der GEH, der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefaehrdeter Haustierrassen, deren Geschaeftsfuehrerin Antje Veldmann ist.

Witzenhausen. Kunstwechsel im Wiener Café: nach der kirschroten Ausstellung (der MARKTSPIEGEL berichtete) folgt ein Thema, dass Kunst mit Nützliche

Witzenhausen. Kunstwechsel im Wiener Café: nach der kirschroten Ausstellung (der MARKTSPIEGEL berichtete) folgt ein Thema, dass Kunst mit Nützlichem verbindet. Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) mit Sitz in der Walburger Straße 2 stellt bis zum 9. Oktober in den Räumen von Dorothee Kolinger Fotografien, Öl-, Acryl- und Kohlearbeiten aus. Zu sehen sind allerdings nicht nur irgendwelche Tiere, sondern bedrohte Nutztierrassen aus Deutschland. Deren Erhalt hat die GEH im Blick und möchte mit ihrer Ausstellung die Betrachter sensibilisieren. GEH -Geschäftsführerin Antje Veldmann betreut mit ihren Mitgliedern bundesweit 103 Rassen, die zum größten Teil aus Deutschland stammen. Sogenannte Rasse-Betreuer koordinieren ehrenamtlich Züchter und kümmern sich um den Erhalt ihrer  Tiere. Vor 30 jahren gründete sich die GEH und zählt mittlerweile 2.200 Mitglieder. "Uns geht es in erster Linie um die Lebenderhaltung der Rassen im landschaftlichen Umfeld. Im Gegensatz zu vielen kommerziellen Züchtern steht die Gewinnmaxime aber nicht im Vordergund, sondern der Erhalt der Eigenschaften einer Rasse, die vielleicht weniger rentabel sind als andere", informiert Veldmann. Weltweit würden 7.800 Nutztierrassen unterschiedlichster Art existieren. 2.000 seien bereits ausgestorben. "Die letzte Rasse starb mit dem Deutschen Weideschwein  im Jahre 1975 aus. Seitdem wir uns mit diesem Thema befassen, konnten bislang alle Rassen erhalten werden", erklärt Veldmann weiter. Zu den extrem gefärdeten Nutztierrassen zählen beispielsweise das Brillenschaf, das Glanvieh (Rind), der Meißner Widder (Kaninchen), Die Bergische Schlotterkämme (Huhn), die Lippegans oder die Dunkle Biene.Ab dem 10. Oktober wartet dann schon wieder eine neue Ausstellung auf neugierige Beobachter: Mit dem Thema "Eotik und Landschaft" will dann ein Berliner Künstler im Wiener café für Furore sorgen.

Seltene Tierrassen auf dem Marktplatz

Am kommenden Sonntag, 2. Oktober, ab 10 Uhr, geht’s auf dem Marktplatz in Witzenhausen tierisch zu. Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) fiert ihr 30-jähriges Bestehen und lädt aus diesem Grund zur einer großen Ausstellung ein. Im Rathauskeller werden gefährdte Nutztierrassen via Fotoausstellung  zu sehen sein. Information und Imbiss-Stände mit Produkten gefährdeter Rassen schlagen rund um das Rathaus ihr Lager auf. Zur gleichen Zeit zieht ein Umzug mit Eseln, Pferden, Rindern und Schafen von der DEULA, Am Sande, während eines Umzuges in Richtung Innenstadt. Dort angekommen, wird Bürgermeisterin Angela Fischer und der GEH-Vorsitzende Dr. Peter Schweiger ein Grußwort an die Besucher richten.

Um 11 Uhr werden dann die seltenen Poitou-Esel  vorgestellt und von einer französischen Kommission in Augenschein genommen. Insgesamt 22 unterschiedliche Rassen werden am 2. Oktober zu sehen sein. Die Ausstellung endet um 17 Uhr.

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