Ruhe auf der Baustelle

Werra-Meißner. Mit dem Weiterbau der A44-Rauschenbergbrücke wird es wohl erst im kommenden Jahr richtig weitergehen.Denn am 19. Juni stellte Alpine

Werra-Meißner. Mit dem Weiterbau der A44-Rauschenbergbrücke wird es wohl erst im kommenden Jahr richtig weitergehen.

Denn am 19. Juni stellte Alpine Bau einen Insolvenzantrag, weswegen auch die Arbeiten an der A44-Rauschenbergbrücke niedergelegt bzw. der Vertrag mit der Alpine gekündigt wurde.

Zur Zeit wird der aktuelle Stand des Bauwerks dokumentiert. "Das Verfahren ist leider zeitaufwendig, da man sich mit dem Insolvenzverwalter absprechen muss", erklärte Projektleiter Reinhold Rehbein von Hessen Mobil.

"Nur mangellose Arbeiten werden bezahlt"

Denn es muss festgestellt werden, welche Leistungen noch bezahlt bzw. abgenommen werden müssen, die von der Alpine erbracht wurden.

"Wir bezahlen zudem nur für Leistungen, die ohne Mängel erbracht wurden", so Rehbein.

Erst wenn diese Formalien abgeklärt sind, kann eine neue Firma die Arbeiten abschließen, weswegen das Projekt neu ausgeschrieben wird. "Trotz der Neuvergabe wird es keine zeitlichen Verzögerungen mit der Fertigstellung geben", so Rehbein.

Denn die Fertigstellung des gesamten Bauabschnittes steht und fällt mit dem Tunnel bei Küchen. Hier kam es aber wegen der Klage eines Bauunternehmens bei der Ausschreibung zu einer Verzögerung von rund einem Jahr. Daher sorgt der Baustopp an der Rauschenbergbrücke nicht für Zeitverzögerungen bei der Fertigstellung des Bauabschnittes.

Zudem waren laut Rehbein auch keine Erdtransporte vom Tunnel bei Küchen über die Brücke geplant. Allerdings sollten Erdtransporte von den östlichen Baustellen über die Brücke führen. Diese werden nun über andere Wirtschaftswege sowie die Bundesstraße 7 (B7) geleitet.

Die ersten Arbeiten an der Rauschenbergbrücke könnten bereits im Herbst aufgenommen werden.

Ob durch die Neuausschreibung der Arbeiten zusätzliche Kosten entstehen, sei zur Zeit nicht abzuschätzen, doch Rehbein erklärte, dass man für einen solchen Fall auf entsprechende finanzielle Absicherungen zurückgreifen könne.

Weitere Bauabschnitte

Der A44-Bauabschnitt Lichtenau West, der durch den Schulbergtunnel führt, soll noch in diesem Jahr eröffnet werden. Zwar arbeitet hier eine Tochtergesellschaft der Alpine, nämlich die Alpine BeMo Tunnelling GmbH, doch die Arbeiten werden rechtzeitig abgeschlossen sein. Der Abschnitt ist 2,3 Kilometer lang und grenzt an den bereits vor acht Jahren fertiggestellten A44-Abschnitt bei Walburg an.

Somit wären dann 6,7 Kilometer der Autobahn im Kreis bereits befahrbar. Rund 45 Kilometer fehlen dann noch bis zur Fertigstellung der A44 im Kreis.

Auch die Arbeiten an den anderen Bauwerken der A44 gehen voran, da hier andere Unternehmen, die nicht zum Alpine-Konzern gehören, für die Ausführung der Arbeiten zuständig sind. So wird der Tunnel bei Küchen von den Firmen Marti GmbH Deutschland sowie der Johann Bunte

Bauunternehmung GmbH & Co. KG errichtet.

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