Schicksale, die berühren

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Alte Kätzchen sind im Tierheim nur schwer zu vermitteln. Dabei wünschen sie sich nichts sehnlicher als einen schönen Lebensabend bei einem liebevollen Menschen.

Eschwege. Ehrenamtliche kümmern sich täglich liebevoll um Hund, Katz' und Maus.

Eschwege. Sie sind ja so süß und knuddelig – quasi die perfekte Ergänzung für die Familie. Gerade vor Weihnachten kommt dem ein oder anderen doch einmal die Idee, ein Tier zu verschenken. Doch gerade in solchen Zeiten sind die Tierheime sehr wachsam.

Denn so schnell wie sich manche für ein Tier entscheiden, so schnell wollen sie es manchmal auch wieder loswerden. "Viele kommen hier zu uns ins Tierheim und wollen ihr Tier aus nichtigen Gründen abgeben. Eine beliebte Ausrede ist, dass der neue Vermieter keine Tiere in der Wohnung duldet", so Gudrun Schmidt vom Tierschutzverein Eschwege, den es mittlerweile seit 1956 gibt – seit 1985 ist er am jetztigen Standort in der Thüringer Straße. Und hier kommen neben ungewünschten tierischen Familienmitgliedern auch viele Fundtiere an. "Im vorletzten Herbst waren es über 100 Katzen und auch im vergangenen Jahr hatten wir wieder viele Fundtiere bei uns im Tierheim", so Schmidt weiter, die sich genau wie alle anderen Mitarbeiter, ehrenamtlich für das Wohl der Tiere – derzeit 18 Hunde und 38 Katzen – einsetzt.

 Ehrenamtlich für das Wohl von Hund, Katz und Maus

Zu den freiwilligen Arbeitskräften gehören unter anderem auch Monika Wunsch und Margret Bartsch. "Wir kommen gegen Abend, um die Tiere zu füttern", so die beiden Seniorinnen, die sich nicht nur Zeit nehmen, um den Hunger der Kätzchen zu stillen, sondern auch dem Wunsch nach Streicheleinheiten nachkommen. Doch manchmal sind es zu wenige Hände, um alle Schnurrer liebzuhalten. Die schwarz-weiße Katzendame Lucy hat dagegen großes Glück – sie hat ihr neues Zuhause bei Margarete Schäfer gefunden. Der Sprung in den Katzenkorb ist für die Katze der Weg in ein neues Leben.

Alte Tiere müssen warten

Doch nicht jedem Tier ergeht es so wie Lucy. Viele Hunde und Katzen oder auch Kleintiere müssen lange im Tierheim verharren – sie sind zu alt, haben die falsche Farbe, sind nicht niedlich genug. Und dabei wollen sie alle nur das eine: Von liebevollen Händen aufgefangen werden, die füttern und streicheln. Die Gegenleistung: Unendliche Dankbarkeit. Dankbarkeit, die nun auch einige Tiere aus Rumänien und Russland aus einer Tötungsstation ihren neuen Besitzern zeigen können.

So gleichgültig manchen Menschen Tiere sind, die nicht perfekt sind, so gleichgültig ist manchen Menschen auch die Tatsache, dass freilebende Katzen auf den Straßen herumlaufen. "Es wäre schön, wenn die Leute die Tiere einfangen könnten. Wir können es nicht gewährleisten, die Tiere selbst einzufangen", so Gudrun Schmidt, die herrenlose Freigänger kastrieren lässt, damit nicht noch mehr heimatlose Kätzchen entstehen.

Gesucht: Ein neues Heim für Gina und Zeus 

Heimatlos ist auch die Shar Pei-Hündin Gina, die am 27. Juni diesen Jahres am Hoftor angebunden wurde und seitdem im Tierheim verweilt. Und auch die ältere Dogge Zeus sucht dringend ein neues Zuhause. "Wir würden uns für Gina und Zeus so sehr eine neue Familie wünschen, die sie aufnehmen", so Schmidt weiter.

Wer den Tierschutzverein Eschwege gerne unterstützen möchte, der kann dies durch Geld- oder Sachspenden. Weitere Informationen erhalten Sie unter 05651-1733.

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