"Schienenlärm wirksam bekämpfen"

BERLIN – BAD HERSFELD / ESCHWEGE. Besseren Lärmschutz im Schienenverkehr fordert erneut der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Roth. In einemT

BERLIN – BAD HERSFELD / ESCHWEGE. Besseren Lärmschutz im Schienenverkehr fordert erneut der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Roth. In einemTreffen mit dem Chef der Deutschen Bahn, Dr. Rüdiger Grube, sprach sich Roth für mehr Anstrengungen bei der Bekämpfung des Schienenlärms aus.

"Dazu brauchen wir sowohl mehr Zusammenarbeit in Europa, aber auch mehr Mittel für die Schiene in Deutschland", so Roth. Aus Sicht der Bahn ist der weitere Ausbau von Lärmschutzwänden oder Schallschutzfenstern dabei jedoch nicht die einzige Strategie. "Die wirksamste Lärmvorsorge ist die Bekämpfung an der Quelle", erläuterte Grube bei dem Treffen. Daher setze man bei der Deutschen Bahn verstärkt auf die Umrüstung der Güterwagen mit besonders leisen Fahrgestellen, so genannte K- oder LL-Sohlen.

Davon verspreche man sich eine dauerhafte Entlastung der lärmgeplagten Anwohner, so Grube. Europaexperte Roth fordert nun ein gesamteuropäisches Vorgehen zur Vermeidung des Schienenlärms in der EU: "Selbst eine optimale Ausstattung unserer Güterwaggons wird nicht dafür sorgen, dass das Problem vom Tisch ist", so der direkt gewählte Abgeordnete Roth, der darauf verweist, dass das deutsche Schienennetz von Waggons unterschiedlicher Länder befahren werde.

Hier sehe er die Verkehrsminister der EU in der Pflicht, sich gemeinsam für eine moderne Wagenflotte einzusetzen. Um wirtschaftliche Anreize für die Umrüstung der Wagenbestände zu setzen, fordert die SPD überdies, sich für ein lärmabhängiges Trassenpreisssystem, wie es in  Deutschland angedacht ist, auch auf europäischer Ebene einzusetzen.

Enttäuscht zeigt sich Roth, dass von der versprochene Milliarde Euro, die Verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer Ende des vergangenen Jahres an zusätzlichen Investitionsmitteln zugesagt habe, auf den Schienenverkehr lediglich 60 Millionen Euro netto entfielen, wie Grube dem Abgeordneten in dem Gespräch mitteilte. "Das ist lediglichder berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert daher schon seit langem eine Erhöhung der entsprechenden Mittel."

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