Schlechte Nachricht: Schule schließt

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Sontra. Die Barbaraschule wird langfristig geschlossen. Was passiert mit den Förderschülern?

Sontra. Schlechte Nachricht für den Schulstandort Sontra: die Barbaraschule, Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen, wird geschlossen. Ab dem kommenden Schuljahr werden keine neuen Schüler mehr aufgenommen.

Im Rahmen des Inklusionsprojektes werden die Förderschüler nach und nach auf die Adam-von-Trott-Schule gehen. Die beiden Schulleiterinnen Karen Ramstorf und Susanne Herrmann-Borchert unterzeichneten daher einen Kooperationsvertrag, der die Zusammenarbeit zwischen beiden Schulen regeln soll. "Es ist ein Moment ambivalenter Gefühle”, sagte Karen Ramstorf, die Leiterin der Barbaraschule in einer kurzen Ansprache. Einerseits freue man sich, dass den Schülern nun die Möglichkeit geboten werde, auch einen höherwertigen Abschluss zu erwerben. Andererseits gehe natürlich die mit viel Mühe geschaffene freundliche Atmosphäre an der Barbaraschule verloren.

Deshalb übergab Karen Ramstorf ihrer Amtkollegin von der Adam-von-Trott-Schule einen symbolischen Schlüssel. "Wir schließen damit eine neue Zeit auf”, betonte Ramstorf zuversichtlich.Susanne Herrmann-Borchert, die Schulleiterin der Adam-von-Trott-Schule, freut sich auf die neuen Herausforderungen, die die Inklusion mit sich bringt. "Ich will an dieser Stelle aber nicht verschweigen, dass es auch kritische Stimmen im Kollegium gab”, ergänzte Herrmann-Borchert.

Schulamtsleiterin Anita Hofmann dankte vor allem Matthias Fuß, der den Kooperations- und Verschmelzungsprozess organisiert. Hofmann sieht den Werra-Meißner-Kreis landesweit in einer Vorreiterrolle beim Thema Inklusion. "Diese Kooperation erfüllt einen Modellcharakter für andere Schulen und ist ein Vorreiter im Werra-Meißner-Kreis und im Landkreis Hersfeld-Rotenburg, " so Hofmann weiter.

Landrat Stefan Reuß sieht in der derzeitigen Entwicklung einen Garanten für eine Entwicklung in Richtung Normalität. "Schüler brauchen Chancen, sich zu entwickeln”, betonte Reuß. Dabei wies er auch auf das auslaufende Projekt der Modellregion hin, das vom Land Hessen nicht mehr verlängert wird. "Der Werra-Meißner-Kreis wird deshalb das Thema Inklusion aus eigener Kraft fortsetzen,”  bestätigte Reuß. Vom Land fühle man sich in dieser Hinsicht alleingelassen, da trotz guter Ergebnisse das Modellprojekt Inklusion im Werra-Meißner-Kreis nicht weiter verfolgt werde.

Im Anschluss an die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages überreichte Schulamtsleiterin Anita Hofmann noch drei Zertifikate an die Adam-von-Trott-Schule für die Bereiche Bewegung und Wahrnehmung, Sucht- und Gewaltprävention sowie Umweltbildung und nachhaltige Entwicklung. Schulleiterin Susanne Herrmann-Borchert nahm die Zertifikate stellvertretend für ihre Kollegen entgegen.

Dass die Barbaraschule geschlossen wird, liege vor allem am demografischen Wandel. So sind die Schülerzahlen in den letzten Jahren stetig gesunken. Im Rahmen des Übergangs wird auch das Lehrerkollegium der Barbaraschule nach und nach von der Adam-von-Trott-Schule übernommen.

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