Schließt das Bad oder geht der Bus baden?

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Witzenhausen. Bäder- und Freizeit GmbH vor Insolvenz - Stadt muss Kosten für ÖPNV übernehmen

Witzenhausen. Mit dem Stadtbus mal kurz zum Freibad fahren – was in den vergangenen Jahren für Annehmlichkeiten in der Kirschenstadt gesorgt hat, kann schon im nächsten Jahr vor dem ,Aus’ stehen. Im Klartext: Um das Freibad zu retten, müsste möglicherweise die Stadtbuslinie geopfert werden. Denn die Betreiberin, die ,Witzenhäuser Bäder- und Freizeit GmbH’ steht vor der Insolvenz.

Dies wurde auf der Stadtverordnetenversammlung am Dienstagabend deutlich, als über einen Antrag zur Rettung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) abgestimmt wurde. An den ÖPNV müssen jährlich von den Stadtwerken 87.000 Euro als Beteiligung abgeführt werden. Wäre das nicht der Fall, würde Witzenhausen von den Buslinien nicht angefahren.

Kosten werden von der Stadt übernommen

Die Bäder- und Freizeit GmbH und ihre Tochterfirma, die Stadtwerke Witzenhausen, können diesen Betrag jedoch nicht mehr stemmen. Schuld seien stark rückläufige Erträge, beispielsweise durch den Strom-Netzbetrieb, so Bürgermeisterin Angela Fischer. Weitere steigende Kosten seien im Bereich des ÖPNV entstanden. Hierdurch sei die Witzenhäuser Bäder- und Freizeit GmbH existenziell gefährdet. Um dem Unternehmen ,aus der Patsche zu helfen’, beschloss das Parlament die Übernahme der Kosten für den ÖPNV noch in diesem Jahr.

Wer muss ,dran glauben'?

Wie es aber weiter gehen soll, insbesondere mit der Stadtbuslinie, weiß momentan keiner. Der Stadtbus und das Freibad sind Zuschuss-Geschäftsfelder der Bäder- und Freizeit GmbH. Die Stadt befindet unter dem Schutzschirm und muss sparen. Obwohl sie Gesellschafterin ist, wird sie deren Aufgaben und Geschäfte nicht übernehmen können. Wenn also der Gewinn der Stadtwerke weiterhin für die verbleibenden Aufgaben nicht ausreicht, bleibt kein Geld mehr für den Stadtbus – oder keins mehr für das Schwimmbad.

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