Schwerer Unfall im ehemaligen Tagebau der Zeche Hirschberg

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Nach dem schweren Bauunfall am Schulbergtunnel vor Kruzem ereignete sich am gestrigen Dienstag, am späten Nachmittag erneut ein schwerer Unfall. Ein

Nach dem schweren Bauunfall am Schulbergtunnel vor Kruzem ereignete sich am gestrigen Dienstag, am späten Nachmittag erneut ein schwerer Unfall. Ein 53 jähriger LKW Fahrer aus Burg ist mit seinem Fahrzeug beim Abkippen der Ladung umgestürzt, hierbei wurde der Fahrer schwer verletzt und im Fahrzeug eingeschlossen, aber nicht eingeklemmt.

Gegen 17 Uhr wurde die Kernstadtwehr und Fürstenhagen zu dem Unfall alarmiert. Nach ersten Angaben handelte es sich um ein umgestürztes Fahrzeug am Ostportal des seit kurzem im Bau befindlichen Hirschhagener Tunnels. Der zuerst eintreffende Rettungsdienst mit Notarzt konnte an dieser Baustelle jedoch kein umgestürztes Fahrzeug ausfindig machen. Weitere Ermittlungen durch die Leitstelle und den Rettungsdienst ergaben, dass sich die Unfallstelle auf einer Baustraße im Bereich Friedrichsbrück - Helsa, die Zufahrt zum ehemaligen Tagebau der Zeche Hirschberg handeln musste.

Nachdem sicher war, dass die Unfallstelle im Bereich Friedrichsbrück war, wurde die Feuerwehr Friedrichsbrück nachalarmiert.

Der Lkw lag auf der Fahrerseite und der Fahrer war im Fahrzeug eingeschlossen, die Frontscheibe des LKW wurde entfernt um einen Zugang zum Fahrer zu schaffen, parallel dazu wurde auch die Dachluke entfernt. Der Rüstwagen sicherte den LKW mit der maschinellen Zugeinrichtung (Winde) gegen abrutschen. Während sich Rettungsdienst und Notarzt um den Verletzten kümmerten, bereitete die Feuerwehr das Spinboard vor, entfernte die gesamte Frontscheibe des LKW und trennte mit der hydraulischen Rettungsschere den Lenkradkranz ab um ein patientenorientiertes Retten zu gewährleisten. Der LKW Fahrer wurde anschließend ins Krankenhaus nach Witzenhausen gebracht.

Die Bergung des umgestürzten LKW wurde durch die Baufirma übernommen. Dieser Unfall hat gezeigt, dass sich Gegebenheiten auf Baustellen täglich, wenn nicht gar stündlich ändern können. Eine Gewährleistung, dass Einsatzfahrzeuge Baustellen passieren können, ist also nie zu 100 Prozent sicher.

Die Standortangabe von Unfallstellen ist trotz Beschilderung, Rettungspunkten und Schulungen der Arbeiter, die in der Regel nicht aus der Gegend kommen, schwierig. Die Feuerwehr fährt im Rahmen ihrer regelmäßigen Übungsdienste immer wieder Baustellen an und besichtig Brücken und Tunnelbauwerke um gegen alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Dennoch ist es nicht einfach, Unfall- und Unglücksstellen, besonders im Bereich von Baustellen schnell und sicher ausfindig zu machen.

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