Signale an die Phantasie

Von MATHIAS SIMONWitzenhausen/Hessisch Lichtenau. Gemalt hat Robert Eikam schon mit 13 Jahren. Doch so richtig gepackt von der Muse wurde er im Alter

Von MATHIAS SIMON

Witzenhausen/Hessisch Lichtenau. Gemalt hat Robert Eikam schon mit 13 Jahren. Doch so richtig gepackt von der Muse wurde er im Alter von 25 Jahren stellt der damalige Student der Wirtschaftswissenschaft und Gesellschaftslehre auf dem Kunstmarkt in Gttingen aus. Mit dabei hatte er einen Tapeziertisch auf dem er die Bilder auslegte. 120 Deutsche Mark musste er als Gebhr berappen: Bei nur 420 BAfG im Monat eine Stange Geld, erinnert sich Eikam. Er habe, wie er heute sagt, zu dieser Zeit nicht so viel Ahnung vom Kunsthandel gehabt, doch schon whrend des Aufbaus des Tisches fanden sich die ersten Kufer fr seine Aquarelle und Gouachen. Das hat mich natrlich unheimlich motoviert, erklrt der 61-Jhrige aus Hessisch Lichtenau.

Heute hat sich Eikam den Collagen verschrieben. Viele sind zur Zeit im Finanzamt Witzenhausen, Sdbahnhofstrae 37, ausgestellt und zur Zeit montags bis mittwochs von 8 bis 15.30 Uhr, donnerstags von 14 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr zu sehen. Die Collagen entstehen aus einer Mischtechnik, einer Kombination aus Acryl, Kreide und eingeklebten Elementen wie Sand oder Pflanzen. Manches stammt aus Zeitschriften und wird in den Kontext eingearbeitet, beschreibt Eikam sein Schaffen. Der Lehrer fr Kunst und Gestaltung an den Beruflichen Schulen Witzenhausen sammelt fr seine Collagen stndig Materialien.

Etliche Stoffe, Postkarten werden zuhause in Kartons und Schubladen gelagert. Ich lasse mich davon inspirieren, habe zu Beginn meiner Arbeit keine konkreten Vorstellungen und lasse mich einfach anregen. Mich interessiert dabei besonders die Gegenstndlichkeit, sagt Eikam. Durch seinen Erfolg werde er immer mutiger Dinge auszuprobieren, sei aufgeschlossener fr Neues. Seine Collagen und Montagen werden seit 1989 von den Kunstanstalten May verlegt und in Europa, Israel, den USA und Kanada vertrieben.

Wichtig sei ihm ein guter Aufbau und eine passende Farbkombination. Der Reiz der Arbeiten liegt im Poetischen, in der Akzentuierung getrumter Bildwelten, die abseits der Wirklichkeit liegen, aber auch in der Abstraktion der Eingriffe, der historischen Verbindung, der Symbolhaftigkeit. Ich operiere mit Nhe und Ferne, mit Vergangenheit und Gegenwart, mit konstruktiven und emotionalen Elementen. Dadurch entsteht in den Arbeiten eine eindringliche, meist aber harmonische Spannung, erklrt Eikam.

Schriften interessieren ihn

In manchen seiner Collagen wurden Jahrzehnte alte Schriften und Zeichen eingearbeitet. Das begleitet mich seit nunmehr 30 Jahren. Vor allem uralte, beschriebene Bltter interessieren mich, so der Pdagoge, der Ende Januar in den Vorruhestand geht und auch dann sein Hobby nicht aufgeben will. Ganz im Gegenteil: Eikam knne sich vorstellen, Collagierkurse in seinem Lichtenauer Atelier zu geben, bemerkt er. Kontakt: robeika@gmx.de, 0172-4900363.

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