LKA durchsuchte Sontraer Firma auf dem Brodberg

Gestern wurde die Firma Jocoon in Sontra von Beamten des Landeskriminalamtes Thüringen durchsucht.

Sontra - Das bestätigt Oberstaatsanwalt Ulf Walther von der Staatsanwaltschaft Mühlhausen. Die hat die Ermittlungen übernommen, da dort die Zentralstelle für Internetkriminalität ansässig ist, die landesweite Zuständigkeit hat. Der Vorwurf: Verrat von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen. „Unterstützt vom LKA wurden die Geschäftsräume durchsucht nach Software- und Datenträgern. Jetzt werden die beschlagnahmten Gegenstände ausgewertet", sagt Walther.

Wie Geschäftsführer Kai Feige berichtet, geht es konkret um einen seit Ende 2018 beschäftigten Softwareentwickler, der angeblich Quellcodes seines ehemaligen Arbeitgebers, ein ehemaliger IT-Dienstleister der Firma Jocoon, mitgenommen haben soll. „Die Anschuldigungen sind haltlos, wir gehen der Sache entspannt entgegen und stehen hinter unserem Mitarbeiter", so Feige. Demnach würde man bereits seit drei Jahren an einer neuen Software arbeiten, für die gänzlich andere Codes verwendet werden.

Feige berichtet weiter, dass gegen den ehemaligen IT-Dienstleister bereits andere Verfahren seitens Jocoon laufen. Boykott und Erpressung seien die Kernthemen. Denn so habe der Ex-Dienstleister für die Erfüllung eines Auftrages plötzlich die zehnfache Summe verlangt. Während die Arbeit im Unternehmen gestern teilweise eingeschränkt lief, konnte diese heute Morgen in allen Abteilungen wieder aufgenommen werden. „Wir haben kooperativ bei der Durchsuchung mitgearbeitet, denn wir wissen, wir haben nichts zu befürchten", sagt der Geschäftsführer.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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