„Ein kaltes Herz im Winter": Philip Beck veröffentlichte seinen dritten Roman

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Hobby-Autor Philip Beck hat nun sein drittes Buch veröffentlicht.

Philip Beck hat vor einigen Tagen seinen dritten Roman veröffentlicht. „Ein kaltes Herz im Winter" heißt das dritte Band der Tetralogie „Flammen der Finsternis".

Datterode. Elementarien, eine Welt voller Abenteuer und Gefahren, und vor allem Fiktion. Denn das Königreich entspringt der Fantasie von Philip Beck, gebürtig aus Wildeshausen, aufgewachsen in Datterode, mittlerweile in Gießen lebend. Bereits während der Schulzeit entwarf der 28-Jährige erste Konzepte eines eigenen Universums, vor drei Jahren erschien dann sein erstes Buch „Die Hitze des Sommer“. Der SONTRAER STADTKURIER (SSK) hat mit dem Hobby-Autoren gesprochen.

SSK: Nach dem ersten Band von „Flammen der Finsternis“ im Jahr 2016, erschien 2017 Band Zwei „Ein stürmischer Herbst“. Nun ist seit einigen Tagen der dritte Band „Ein kaltes Herz im Winter“ erhältlich. Ist das nun das Ende oder gibt es weitere Veröffentlichungen?

Beck: Geplant ist die Reihe „Flammen in der Finsternis“ als Tetralogie, das heißt, drei Bücher sind geschrieben, eines fehlt noch. Über die Reihe hinaus gibt es jedoch bereits genügend Ideen, um die Welt mit noch mehr Leben zu füllen.

SSK: Sie sudierten Lehramt für die Fächer Biologie und Evangelische Theologie. Wann und warum haben Sie mit dem Schreiben begonnen?

Mit dem wirklichen Schreibprozess an der Tetralogie „Flammen in der Finsternis“ erst im Laufe des Studiums, vor etwa vier bis fünf Jahren. Die Entwicklung des Konzeptes, also der fiktiven Welt samt Mythologie, Völkern, Schrift und Story, dauert schon seit der Schule an und ist stetig gewachsen, bis ich mich schließlich bereit gefühlt habe, mich an das erste Buch zu setzen. Schreiben an sich hat mir - lustigerweise im Gegensatz zum Lesen - schon immer viel Spaß gemacht. Ich interessiere mich schon lange extrem für Sprache, Wörter und Schrift, aber auch Lyrik, und fand es stets faszinierend, selbst etwas mit den eigenen Gedanken zu entwickeln und zu formulieren. So kam ich irgendwann an den Punkt, unbedingt eigene Bücher schreiben zu wollen, etwas Großes und Komplexes, das gänzlich auf meinen Gedanken beruht, sozusagen eine Schöpfung aus dem Nichts.

SSK: Wie gehen Sie diese an, die Schöpfung aus dem Nichts?

Ich habe, wie beschrieben, seit langer Zeit Ideen gesammelt und diese irgendwann in eine Reihenfolge gebracht, sodass fast alle Schlüsselmomente der vier Bücher bereits lange festehen. Vor jedem Beginn liegen sie dann vor mir, sodass noch die Zwischenräume gefüllt werden müssen. Das passiert zu Teilen vor dem eigentlichen Schreibbeginn und zu Teilen während des Prozesses. Wenn ich an einem Kapitel sitze, so weiß ich in der Regel stets, was in den kommenden vier bis fünf Kapiteln geschehen wird. So schaffe ich mir stets einen Puffer und gleichzeitig eine zukünftige Station der Handlung, auf die ich hinarbeite.

SSK: Ihre Romane kennzeichnen sich durch Fantasy und Fiktion. Was fasziniert Sie an diesem Genre? 

Ich bin ein großer Fan von J.R.R. Tolkien, finde es unheimlich beeindruckend, nicht nur eigene Geschichten zu entwickeln, sondern darüber hinaus auch das gesamte „Drumherum“ - die Welt, die Menschen, einfach alles. Tolkien hat das in faszinierendster Art und Weise getan, mit einem eigenen Universum voller lebendiger Historie, mit eigenen Sprachen, Schriften, Mythen, Legenden - und nicht zuletzt auch mit wertvollen Botschaften für die reale Welt. Diese tiefe Faszination war und ist meine Grundmotivation: sozusagen eine parallele Welt zu erschaffen, die in sich schlüssig ist. Über die Jahre ist das Ganze in meinem Kopf so sehr in die Breite gewachsen, dass ich wohl niemals alles davon niederschreiben kann.

SSK: Wenn Sie sagen, die Bücher enthalten Botschaften für die reale Welt, gibt es dann auch eine Figur, in der Sie sich selbst sehen und beschreiben?

Nein, die gibt es per se nicht. Alle Charaktere sind rein fiktional, was auch Absicht ist. Aber klar: in einigen Situationen der Protagonisten findet man sich und seine Gedanken natürlich wieder. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ich mich in meinen Büchern trotz aller Fantasy und Fiktion auch immer mit Problemen der realen Welt auseinandersetze, zum Beispiel mit religiösem Fanatismus, der in Unvernunft und Gewalt gipfelt, oder auch mit der Behandlung bzw. Zerstörung der Natur durch den Menschen - oder zuletzt auch damit, wie schwierig es allem Anschein nach geworden ist, in weltlichen, gesellschaftlichen und politischen Fragen einen mittleren Weg einzuschlagen und eine Balance zwischen den Extremen zu wahren. Man hat heute mehr und mehr das Gefühl, dass es nur noch Extreme gibt: Stehe ich nicht komplett auf der einen Seite, so stehe ich automatisch komplett auf der anderen. Diese Fragen finden Berücksichtigung durch die Figuren der Bücher, weil es mir ein Anliegen ist, mich damit auseinanderzusetzen, da mir diese höchst unvernünftigen Entwicklungen zunehmend Sorge bereiten.

SSK: Was verspricht der neue Band den Lesern? 

Ich denke vor allem noch mehr Spannung. Ich merke von Buch zu Buch, dass ich besser werde. Das führt zwangsläufig dazu, dass ich - speziell mit dem ersten Band - inzwischen nicht mehr ganz glücklich bin, weshalb ich ihn noch einmal überarbeitet habe. Dort hat es etwas gedauert, bis die Handlung richtig an Fahrt aufgenommen hatte. Aber es ist ja bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen. Jedenfalls denke ich, dass ich inzwischen ein wesentlich besseres Gefühl für Spannung habe, was dem dritten Band zugutekommt: Elementarien, die Welt meiner Bücher, sieht sich einer dunklen Gefahr gegenüber, die nun vollends ihr wahres Gesicht offenbart und die Welt mit Krieg überzieht. Die Gemeinschaft um Håvard und Leona erkennt, wie wichtig ihre Mission ist, denn sollten sie scheitern, sind die Welt und alles Gute darin verloren, denn der Feind kämpft mit neuartigen und überlegenen Waffen.

SSK: Was würden sie denen, die ihr Hobby Schreiben vorantreiben wollen, mit auf den Weg geben? 

Allen voran Geduld. Man kann nichts erzwingen, deshalb sollte man sich nie zu großen Druck machen und auf den richtigen Moment warten. Natürlich sind Vorbereitung und ein Konzept ebenso wichtig, doch vor allem sollte man Freude daran haben und sie nie verlieren. Dazu kommt, und ich denke das ist besonders wichtig, eine gehörige Portion Selbstdisziplin. Ohne die funktioniert nichts; man muss die intrinsische Motivation haben, das machen zu wollen - sicher leichter gesagt als getan, denn man bekommt dafür schließlich nicht jeden Monat ein Gehalt - denn es ist schließlich nur ein Hobby. Aber Geld damit zu verdienen ist ohnehin eine schlechte Motivation. Die einzige sollte die eigene Leidenschaft und Begeisterung sein, denn diese Welt wird ohnehin vom Geld regiert und ich erachte es persönlich als sehr erfrischend, sein Leben nicht dem Geld unterzuordnen, sondern vielmehr der Zeit, sich den eigenen Träumen zu widmen.

Erhältlich ist das Buch von Philip Beck, der unter dem Pseudonym P.T.J.R. Bêque schreibt, bei Amazon als Taschenbuch und Kindle Version.

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