Erinnerung an Adam von Trott nun im Auswärtigen Amt in Berlin

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Ludger Arnold (Mitte) und Karl-Ulrich Körtel übergeben den Erinnerungsklotz an Michael Roth (rechts) im Adam-von-Trott-Saal im Auswärtigen Amt in Berlin.

Ein Gedenkstück an Adam von Trott aus Imshausen, der Widerständler gegen den Nationalsozialismus, steht nun im Auswärtigen Amt in Berlin.

Sontra/Berlin - Am 9. August 1909 wurde Adam von Trott geboren. Aus Anlass seines 110. Geburtstages wurde jetzt ein weiteres „Gedenkstück“ an ihn im Auswärtigen Amt übergeben. Nachdem Sturm Friederike im Januar 2018 das eichene Erinnerungskreuz oberhalb von Imshausen umgestürzt hatte, das ihm zu Ehren dort errichtet wurde, verarbeiteten Lehrer und Schüler in der Adam-von-Trott-Schule in Sontra gemeinsam Teile davon zu Kerzenklötzen, um durch die eigenommenen Gelder das neue Erinnerungskreuz mitzufinanzieren. In zwei Bruchstücke pflanzte der ehemalige Pädagogische Leiter Ludger Arnold nach einer Bearbeitung der Klötze junge Eichen, die nun an der Schule und der Stiftung wachsen sollen. „Aber ein Sämann überlässt nicht gerne knospende Saaten anderen zur weiteren Bearbeitung, denn zwischen Saat und ernte liegen ja noch so viele Stürme.“ Dieses Zitat aus dem ersten Abschiedsbrief von Adam von Trott aus der Todeszelle ist auf einer Tafel an dem Klotz zu lesen und soll an den „Schatz des Widerstandes erinnern“, wie es seine Witwe Clarita von Trott formulierte.

Ein dritter „Erinnerungsklotz“ wurde jetzt im „Adam-von-Trott-Saal“ des Auswärtigen Amtes in Berlin durch Ludger Arnold übergeben an Staatsminister Michael Roth, der sich dafür herzlich bedankte. Die Erinnerung an Adam von Trott und den Widerstand wachzuhalten ist ihm ein besonderes Anliegen. So ging die Initiative zur Benennung dieses Saales nach Adam von Trott von ihm aus. „Dass aus dem Wirken Adam von Trotts durch unsere Erinnerungsarbeit etwas Gutes wachsen kann, soll diese kleine Eiche zeigen. Unsere Demokratie, die auf den Werten basiert, für die er sein Leben eingesetzt hat, muss eben auch gepflegt werden, um wirklich stabil zu sein.“ erläuterte Ludger Arnold die Gedanken, die ihn zu dieser Idee animiert hatten.

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