Feriendorf Sontra: Die ersten 150 Flüchtlinge treffen heute ein

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Bürgermeister Thomas Eckhardt (li.) und Objektleiter Karl Schreiber in einem der 47 Bungalows, die ab heute bezogen werden. Foto: Liese

Die Erstaufnahmeeinrichtung in Sontra wird ab heute belegt.

Sontra. Das Sontraer Feriendorf steht bereit für die Aufnahme von Flüchtlingen . Insgesamt 47 Bungalows können ab heute bezogen werden – 480 Menschen finden hier Platz.Um die Unterkunft noch vor Weihnachten belegen zu können, musste letztlich schnell gehandelt werden, um die vom Regierungspräsidium geforderten Voraussetzungen zu erfüllen. So stehen von den vorhandenen Bungalows fünf für die Isolation von Kranken oder Störern sowie ein Stillraum/Frauentreff und ein Raum für Dolmetscher zur Verfügung.  Außerdem befinden sich auf dem Gelände es Feriendorfes diverse Wirtschaftsgebäude, die zum Essen, zur Sozial- und Kinderbetreuung oder aber zur Begegnung dienen. Auch eine Sanitätsstation, Kleiderausgabe und Räume für Waschmaschinen und Trockner stehen zur Verfügung.Bereits heute werden die ersten 150 Personen die Bungalows der Erstaufnahmeunterkunft beziehen. Am Mittwoch folgen weitere 150 Personen.

Eckhardt: "Erstaufnahmeeinrichtung in Sontra ist ein Prestigeobjekt!"

Die Räumlichkeiten selbst heben sich deutlich von denen in anderen Erstaufnahmeeinrichtungen ab. "Es ist ein Prestigeobjekt", sagte Bürgermeister Thomas Eckhardt beim Presserundgang durch die Einrichtung. Zwar wird jedes Bungalow mit insgesamt zehn Menschen bewohnt werden, jedoch stehen mehrere Räume zur Verfügung, so dass ein Zimmer maximal mit vier Personen belegt werden muss. Außerdem ist jeder Komplex mit einer Küchenzeile, Sitzmöglichkeiten, eigenem Bad und WC ausgestattet.

Integration der Bewohner in den Alltag

Die Bewohner selbst sollen in die Aufgaben des Alltags fest integriert werden. "Wir wollen sie sowohl in die Müllentsorgung mit einbinden als auch in andere Aufgaben", machte Objektleiter Karl Schreiber deutlich.Für die Sicherheit der Einrichtung wird rund um die Uhr gesorgt. Zusätzlich wurde ein 1,8 Kilometer langer Zaun errichtet.Eine positive Auswirkung hat die Inbetriebnahme der Erstaufnahmeeinrichtung für den Arbeitsmarkt. Das DRK hat für die Betreeung vor Ort insgesamt 30 neue Stellen geschaffen.Eine Bürgerversammlung zur Erstaufnahmeeinrichtung in Sontra wird im Januar nächsten Jahres stattfindem. "Hier werden Objektleiter, DRK und Caterer über die ersten Erfahrungen berichten und alle offenen Fragen klären", so Eckhardt. Ein fester Termin steht noch nicht, wird aber rechtzeitig bekanntgegeben.

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