Laura Rammenstein aus Sontra geht für ein Jahr nach Ghana

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Ihren Reiseführer aus Ghana legt Laura schon jetzt kaum aus der Hand.

Gerade macht Laura Rammenstein noch ihr Abitur in Sontra, im August geht es für sie dann schon nach Ghana. Noch sucht sie allerdings Spender für ihre Reise.

Sontra. Für viele ist nach dem Abitur erst einmal Pause angesagt. Auslandsjahre erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und auch Laura Rammenstein aus Sontra will sich in der Welt umsehen. Doch anders als die meisten anderen Jugendlichen geht es für sie nicht nach Amerika oder Australien. Die 18-Jährgen macht sich im August auf den Weg nach Koforidua in Ghana.

Leben in einer anderen Kultur

„Ich wollte unbedingt ins Ausland, aber Amerika und Australien waren mir von der Kultur her zu nah an der europäischen. In Asien hätte ich wahrscheinlich eine komplett neue Sprache mit Zeichen lernen müssen und deswegen habe ich mich für Afrika entschieden“, so Laura. Hier ist Englisch die amtliche Sprache. Nachdem die Entscheidung über den Kontinent gefallen war, musste sie sich nun noch Gedanken über das Land machen. „Ich habe mich dann über die verschiedenen Länder informiert und mich für Ghana entschieden. Über den Frewilligendienst „Weltwärts“ bin ich dann auf Koforidua gestoßen“, erklärt Laura, die gerade an der Adam-von-Trott-Schule ihr Abitur macht. In der Stadt mit 100.000 Einwohnern wird sie in einer Gastfamilie leben und in einem Krankenhaus arbeiten. Dort kann sie alle Stationen durchlaufen und sich die Arbeit der Ärzte und Krankenschwestern in Afrika ansehen. „Ich wollte unbedingt in ein Krankenhaus, weil ich nach meinem Auslandsjahr auch anfangen will, Medizin zu studieren“, sagt Laura. Bis sie sich allerdings auf den Weg nach Ghana machen kann, ist es noch ein langer Weg. Nicht nur muss Laura für ihre Prüfungen lernen, sondern sich auch noch gegen Krankheiten impfen lassen und den ghanischen Dialekt „Twi“ lernen. Ganz oben auf der Vorbereitungsliste steht allerdings die Finanzierung der Reise. 75 Prozent der Kosten trägt ihre Freiwilligenagentur, die restlichen 25 Prozent muss Laura selbst aufbringen.

Spendenveranstaltung am 5. Mai

Um dafür Spender zu finden, veranstaltet sie am 5. Mai in Sontra eine Infoveranstaltung. „Dabei geht es mir aber nicht nur darum, genug Spender zu finden, sondern auch darum, über die Probleme in Ghana aufzuklären“, so die Schülerin. Bedenken über ihre Sicherheit in Ghana hat Laura aber nicht, freut sich auf das Leben in einer afrikanischen Großstadt. Auch ihre Eltern bewundern ihren Mut, „allerdings war es meiner Mutter sehr wichtig, dass ich Internet habe, damit ich mich regelmäßig melden kann“, erklärt sie. Internet braucht Laura aber auch für ihren Blog, den sie aus Ghana regelmäßig aktualisieren möchte. Zudem wird sie den Spendern alle paar Monate einen Brief aus Ghana schicken. „Ich will schließlich nicht einfach Geld haben und dann nichts zurück geben. Ich werde alle über meine Erfahrungen auf dem Laufenden halten“, ist sich Laura sicher. Jetzt konzentriert sie sich aber erstmal darauf, ihr Abitur zu bestehen.

Infoveranstaltung

Lauras Infoveranstaltung findet im evangelischen Gemeindezentrum in Sontra statt. Der Abend beginnt um 19.30 Uhr.

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