Husarenring an Versorgungsnetz angeschlossen

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Große Fortschritte meldet die Stadt Sontra bei der Erschließung des Geländes der ehemaligen Husarenkaserne.

Sontra/Region. Große Fortschritte meldet die Stadt Sontra bei der Erschließung des Geländes der ehemaligen Husarenkaserne. Der Anschluss an das Sontraer Versorgungsnetz wurde jetzt fertig gestellt. "Damit hat der aufgestellte Bebauungsplan Planreife und Bauvorhaben können genehmigt werden”, berichtete Stadtkämmerer Volker Stein, der als kommissarischer Bauamtsleiter das Projekt betreut.Noch bis zum Jahresende werden einzelne Baumaßnahmen auf dem Gelände durchgeführt. "Bis dahin werden wir rund 1,85 Millionen Euro investiert haben”, ergänzte Bürgermeister Thomas Eckhardt. Davon wird zirka die Hälfte aus Fördermitteln finanziert, die der Zweckverband Interkommunale Zusammenarbeit bereitgestellt hat. "Die Lage des neuen Gewerbegebietes direkt an der künftigen Auffahrt zur geplanten A 44 macht den Husarenring zu einem wichtigen Projekt für die gesamte Region”, betonte Herleshausens Bürgermeister Burkhard Scheld, der als Vertreter des Zweckverbandes gemeinsam mit seinem Sontraer Amtskollegen sich vor Ort ein Bild über den Stand der Erschließungsarbeiten machte.Parallel zur Husarenallee wurden die neuen Versorgungsleitungen gelegt. "Dies war dringend notwendig, da die alten Wasser- und Abwasserleitungen vom Brodberg nach 40 Jahren Nutzung durch die Bundeswehr vollkommen marode waren”, berichtete Stefan Morgenthal vom Ingenieurbüro KMO aus Jestädt, dass die Erschließungsarbeiten geplant und überwacht hat. Die Trinkwasserversorgung erfolgt über eine Druckerhöhung im alten Hochbehälter oberhalb des ehemaligen Offizierskasinos. "So wird die Qualität des Trinkwassers sichergestellt”, so Morgenthal weiter. Das Hochbehälterbecken selbst wird für die Löschwasserversorgung genutzt, für die extra Leitungen verlegt wurden.

Investoren gesucht

Außerdem wurden Leerrohre als Vorbereitung für den Anschluss an die Breitbandversorgung verlegt. Von den über acht Kilometern des alten Versorgungsnetzes wurde rund ein Kilometer stillgelegt."Ab sofort kann eine Bebauung des Geländes erfolgen”, erklärte Volker Stein. Kaufinteressenten können sich bei Bürgermeister Thomas Eckhardt,  05653 - 9777-11 melden.Seit 1962 war die Bundeswehr am Standort Sontra präsent, in unmittelbarer Nähe zur damaligen innerdeutschen Grenze waren die rund 800 Soldaten des Panzeraufklärungs- und Panzerjägerbatallions die erste Verteidigungslinie im Fall eines Angriffs durch die Truppen des Warschauer Paktes. Anfang des neuen Jahrtausends wurde die Schließung des Standortes im Bundesverteidigungsministerium beschlossen. Im Jahr 2008 verließen die letzten Soldaten die Husarenkaserne und der Standort wurde aufgegeben.Mit der Vermarktung des 24 Hektar großen Geländes als Gewerbe- und Industriestandort erhofft sich die Stadt eine Stärkung des Wirtschaftsstandortes Sontra. Mit den beteiligten Baufirmen Küllmer-Bau, Laudemann und Hinisch wurden Unternehmen beauftragt, die allesamt ihren Standort in der Region haben.

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